Archiv fü Kategorie Grenzen des Ich

Über Feynman, seinen “niedrigen” IQ, Neugier und warum Verstand weniger wichtig ist als Vernunft

5. Oktober 2013

RichardFeynman-PaineMansionWoods1984 copyrightTamikoThiel bw

Feynman, allgemein als Genie anerkannt Tamiko Thiel 1984 (OTRS communication from photographer) CC-BY-SA-3.0, wikicommons

Die Grundausstattung Richard Feynman’s war für den Nobelpreisgewinner überraschend niedrig. Den Mann aus Neugier, den Overachiever der Physik, das Quantengenie, der behauptete mittels Feynmantechnik jede Theorie begreifen zu können, diesen Mann schmückten gerade mal lächerliche 125 IQ-Punkte. Feynman war somit dümmer als 2 Prozent der deutschen Bevölkerung, lag damit hinter dem Otto-normal-Genie und qualifizierte sich somit nicht einmal für die Genie-untergrenze:

„In der Genieforschung wird ein IQ von 135 bzw. 140 als untere „Geniegrenze“ angesetzt. “ http://www.die-besten-nennen.de/sites/texte/text3.htm#Liste 2

Dennoch mit seinem “bescheidenen” Vehikel konnte Feynman bis an den Rand gegenwärtiger Gedanken reisen. Ob also Sportwagen oder Kombi es ist nicht das Fahrzeug, das darüber entscheidet, ob wir ans Ziel gelangen. Es ist auch der Fahrer, der die Rechenpower richtig einsetzen muss. In diesem Artikel geht es daher der den Unterschied zwischen Verstand als dem bloßen Berechnen, und der Vernunft, wobei Vernunft die Fähigkeit bezeichnet, den Verstand in seinen Funktionen zu bewerten und richtig einzusetzen. Die Vernunft kann uns leiten. Hieraus ergibt sich dann auch der Unterschied zwischen einer instantan, messbaren Intelligenz und einer Intelligenz, die sich über einen Lebenszyklus erstreckt und damit angibt, wie wir unseren Intellekt denn genutzt haben. Damit widersprechen wir auch Eysencks These, dass hohe Intelligenz als Faktor für Höchstleistungen notwendig wäre. Beginnen wir die Erläuterung aber, warum gerade nicht der Verstand entscheidet, ob wir zu vernünftigen Ergebnissen kommen. Dies tun wir am Beispiel der Unendlichkeit: Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Persönlichkeitsphilosophie – Vorsätze für das neue Jahr 2012

1. Januar 2012
Amitabha

Die weiteste Reise - Die Reise zu sich selbst (CC_Foto: h.koppdelaney)

Im Grunde geht es in diesem Beitrag um Persönlichkeitsphilosophie und ich entschuldige mich für das wildgewachsene Gestrüpp an Reflexionen, die eher wie Kakteen bestechen als den Biss exakter Argumentationen besitzen. Ich entschuldige mich bei den ahnungslosen Bloglesern, deren Herz es eigentlich zur Philosophie getrieben hat und die das Orakel Google doch auf meine Seite verschlagen hat. Wer mich allerdings mit allen Nachteilen der Langeweile nimmt, der weiß, dass ich es einerseits nicht böse meine und niemanden langweilen möchte, andererseits doch irgendwo eine Entwicklung im Sinne habe, die sich erst nach und nach entfaltet. Ich will hier niemanden langweilen und vor allem Berufsphilosophie ist immer ein Stück lebloser Mondlandschaft, wo alle Gegenstände langsam und bedächtig fallen. Ein bisschen staubtrockener Wüstenwind weht daher meinen Lesern immer entgegen. Aber kommen wir zum Thema, denn ich möchte eine Persönlichkeitsphilosophie entfalten. Es steht ein neues Jahr an und Ziele wollen formuliert sein. Doch zunächst die obligatorische, einseitige philosophische Einordnung.

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Multiple Persönlichkeit als Fähigkeit des Selbstseins/ Grenzen des Ichs (philosophische Betrachtung)

11. August 2011

Im letzten Artikel zu den Grenzen des Ichs, hatte ich ja bereits die Philosophie auf multiple Persönlichkeiten bezogen. Mir kam nun nur zu Ohren, dass das Thema umstritten sei und mein Artikel im Umfeld von netzwerkB auch diskutiert worden sei. Da ich mich relativ unkritisch und unvoreingenommen mit dem Thema “Multiple Persönlichkeit” auseinandergesetzt habe, habe ich nun die Nächte durchgearbeitet und versucht auf mögliche Einwände zu reagieren. Eigentlich sollten diese Beiträge, die Interviews mit Sophie Stein, einer multiplen Persönlichkeit, nur begleiten. Nun ist es allerdings zu einem sehr langen Artikel gekommen. Die Textfülle zeugt von der Schwierigkeit des Problems. Da der Texte hier nun recht schwer ist, verstehe ich, dass nicht jeder die Zeit hat, sich da durchzuwühlen und das ist auch sicher nicht Sinn der Sache, daher stelle ich die Videos (nochmals Teil 1 und Teil 2) der Interviews gleich an den Anfang. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit Norman Schultz.

Das Problem der Faszination für multiple Persönlichkeiten

Multiple Persönlichkeiten faszinieren, denn sie versammeln viele Eigenschaften, beherrschen beispielsweise unterschiedliche Handschriften und besitzen oftmals viele verschiedene, überraschende Talente. Hinzu kommt, dass multiple Persönlichkeiten oftmals eine erschütternde Geschichte aufweisen. Aufgrund dieser Umstände ist das Phänomen der multiplen Persönlichkeit prädestiniert als Modeerscheinung gehandelt werden zu können. Das Buch „Vater unser, der du bist in der Hölle“ gibt hiervon ein Zeugnis (http://www.xn--vaterunserinderhlle-56b.de/die-ebay-geschichte/index.html). Ich selbst halte das Buch für problematisch. So wird meiner Erinnerung nach in dem Buch ein Zirkel von Innenpersonen beschrieben, die von einer satanistischen Sekte insoweit manipuliert und teilweise erzeugt worden sind, so dass diese gegen die Hauptperson unerkannt handeln (Ich habe das Buch leider gerade nicht zur Hand, um das genau zu überprüfen). Nach Rücksprache mit Sophie Stein hält sie solcherlei Persönlichkeitsinduzierungen durch die Täter auch für fragwürdig, obwohl solcherlei Fälle nicht auszuschließen sind. Ich möchte keineswegs der Frau, auf der diese Geschichte basiert, zu nah treten und ich kann mir vieles vorstellen. Und dennoch kommen hier Zweifel auf und es stellt sich die Frage: Sollen wir ohne Weiteres glauben? Diese Frage stellt sich auch an das Phänomen „Multiple Persönlichkeit“, das sich häufig mit unvorstellbaren Geschichten sexualisierter Gewalt überkreuzt. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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