Archiv fü Kategorie Motivationsphilosophie

Philosophie der Belohnung

10. Januar 2012
Angriff auf die Belohnung CC_Foto: alpha du centaure

Angriff auf die Belohnung CC_Foto: alpha du centaure

Es heißt die richtige Self-Management-Philosophie könne durch eine Philosophie der Belohnung ergänzt werden. Anstatt also dass die Sache selbst Anreiz wäre, muss die Motivation durch Belohnung getimed sein. Alle Zeitmanagementtheorien schlagen daher hochphilosophisch vor, dass wir uns selbst zu Hamstern züchten, die sich belohnen. Kann der Behavourismus hier Recht haben? Ist unser Gehirn Sklave einer Keksdose? Die Frage ist schließlich, in welcher Abhängigkeit wir zur Belohnung die Tätigkeit betreiben. Womöglich ist die Freiheit, etwas zu tun, selbst mehr als die Freiheit zur Selbstbelohnung, nämlich die Fähigkeit, den Wert aus der Tätigkeit zu schöpfen.

Die Philosophie würde sich daher weigern, den Menschen als Gegenstand seiner Selbstbelohnung zu degradieren. In der Arbeit selbst muss sich der Wert des Menschen selbst wieder finden, um tatsächlich zu motivieren. Bei Sua Ten (ein chinesischer Philosoph, den ich gerade lese) ist hierzu eine alte Weisheit niedergelegt:

Der Klosterschüler fegte also, wie ihm sein Meister geheißen hatte, acht Stunden am Tag den Hof . Doch der Meister ließ sich nicht den Zweck entlocken. Als dieser bald schon nach einem Monat starb. So hatte der Klosterschüler doch den einzigen Meister im Kloster verloren, der bereit war ihn zu unterrichten. Ohne Aussicht auf Erleuchtung durch andere Meister, fegte er also von morgens an bis abends 30 Jahre den Hof. Die Hoffnung der Erleuchtung glühte in ihm all diese Zeit. Doch kurz bevor sie erlosch und der Klosterschüler in seiner Tätigkeit vor dem inneren Abgrund der Verzweiflung stand, da stieß beim Fegen ein Körnchen Staub ein anderes an und er rief: Da ist es!. (Sue Ten Buch 3 Kapitel 5 “Der einsame Schüler” Hansa-Verlag 1923) Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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