Die Zahlendreher der Illuminati-Verrückten – Conrebbis konfuse Zahlentheorien (Verschwörungstheorien auf dem Prüfstand – Teil 2)

the cap is missing ! who stole the cap ?
Haben die Illuminati die Herrschaft über Conrebbi übernommen? (Foto: v i p e z)

Dieser Artikel ist sehr lang, deswegen möchte ich in Aussicht stellen, was ihr am Ende gewinnt: Ihr werdet ein klareres Verständnis von Argumentationen haben und davon, was wir zuverlässig annehmen können. Dieses hilft euch in Zukunft auch berufliche oder andere Entscheidungen auf der Basis von Vernunft zu treffen, denn Vernunft ist das einzige Instrument, was wir haben und zuverlässig benutzen können. Ich setze mich in diesem Artikel intensiv mit der Argumentationsstrategie von Conrebbi zur Kabbalistik auseinander und zeige auf, dass diese des Titels Argumentation eigentlich nicht würdig ist.


Conrebbis Theorie
Es ist mir ja fast schon peinlich, mich diesem Thema überhaupt zu zuwenden, aber der wissenschaftliche Anstrich, den sich Conrebbi gerne verleiht, fordert dazu heraus. Diesmal geht es also um das Kartenspiel der selbsterfüllenden Prophezeiung, das zukünftige Katastrophen beschreibt, die von den Illuminati geplant seien. Nun ist es so, dass unser Verstand die Erscheinungen in Raum und Zeit ständig nach kausalen Zusammenhängen durchforscht. Die Kausalität aber legt er in die Erscheinungen hinein und erzeugt damit die Gegenstande unserer Vorstellung selbst. (Kant hatte einige Mühe damit nachzuweisen, dass diese subjektive Tätigkeit der Gegenstandskonstitution durch Kausalität dennoch als objektiv notwendig gelten konnte. Das ist zwar ein anderes Thema, aber ich will nicht sagen, dass jede Form von Kausalitätserzeugung falsch ist. Wir müssen uns dabei aber bewusst machen, dass wir dennoch den Gegenstand in einem endlichen Erkennen erzeugen und gerade bei abstrakten Gegenständen wie Geschichte müssen wir daher sehr vorsichtig mit voreiligen Schlüssen sein.) Worum es hier also geht, ist die haarsträubende Kreativität, die Conrebbi bei der kausalen Interpretation von Erscheinungen an den Tag legt oder besser welch unbegründete Kausalität er in die Welt hineinlegt. Dabei verwendet er kein einziges Mal ein gültiges Argument. Dieses will ich nun aufzeigen. Für euch als Leser kann es von Vorteil zu sein, zu erkennen, was ein Argument ist, um selbst zuverlässigere Vorhersagen machen zu können.

Dabei möchte ich garnicht so sehr in Zweifel ziehen, dass es Verschwörungen einzelner Parteien geben mag, sondern eher aufzeigen, dass die Beweisführung Conrebbis weniger Substanz als ein Loch hat.

Conrebbi beginnt also zunächst mit einer äußerst wirren Einleitung, denn so sagt er, er lege nicht seine Meinung dar, sondern was er zu diesem Thema recherchieren konnte. Das wäre okay, würde er es nicht mit dem Zusatz versehen, dass er seine Gedanken dazu beifüge. Also ist es doch eine Meinung? Gut diese sprachliche Unreinheit mag noch dem Live-Charakter des Videos geschuldet sein. Kommen wir mal zum Thema:

Das Spiel der selbst erfüllenden Prophezeiung (Illuminati)
Conrebbi bekam von einem „Fan“ zwei Fragen gestellt. Erstens, wie Steve Jackson an das Wissen für die Illuminaten-Karten – diese beschreiben nämlich als ein Spiel schon einige Ereignisse, die tatsächlich eingetreten sind – herankommen konnte. Hierauf antwortet Conrebbi in seinem lässigen Norddeutschen Dialekt: „Weil’s geplant war“. Gut die Antwort habe ich auch nicht verstanden (nicht mal ansatzweise). Die zweite Frage, ob die amerikanische Regierung von den Anschlägen gewusst hätte, beantwortet Conrebbi mit einem Verweis, dass es hier nicht mehr um Regierungen ginge, sondern um eine weltweite Verschwörung.

Mein Einwand: Es ist natürlich immer gut, auf eine unsichtbare Kraft zu verweisen, denn so können wir das Diffuse immerhin annähernd bestimmen, denn, so wusste bereits Kant, Objekte lassen sich nur denken, wenn wir Kausalität in Anspruch nehmen. Die Weltgeschichte zum Beispiel, die sich uns zeigt, ist ein diffuses Objekt, da wir nicht alle Fakten zur Verfügung haben und sie rekonstruieren müssen. Wir müssen also gewisse Ereignisse extrahieren und dann diese nach Kausalverbindungen zusammenziehen, um überhaupt etwas wie ein Objekt „Geschichte“ zu erhalten. Aus gleichem Grunde übrigens sprechen Juristen nicht mehr davon, die Wahrheit festzustellen. In der Rechtssprechung geht es nur noch darum, ob Beweise für eine Verurteilung ausreichen. Worum es also bei den Illuminati vorrangig geht, ist diese als kausale Kraft zu nehmen, um dem Gegenstand der Geschichte einen Sinn zu geben. Dieses aber geschieht oftmals nach einem merkwürdigen Schlussverfahren, das keinerlei Validität enthält.

Was sind also die Illuminati?
Conrebbi schickt hier naturgemäß eine andere Erklärungen als ich ins Rennen: Illuminaten seien Extremisten, die den Sinn der biblischen Prophezeiung, das Armageddon, vorweg nehmen wollen. In diesem Sinne haben diese natürlich das bedrohliche Weltbild, dass viele von uns es maximal wert sind, verbrannt zu werden. Conrebbi geht nun im Weiteren davon aus, dass die Illuminati zugleich „diebische Freude“ hätten uns diese Dinge, die sie tun, anzukündigen.

Haben wir bis jetzt ein Argument gehört? Nein, wir müssen äußerst wirren Hintergrundannahmen folgen. Erst im Anschluss folgen Argumente, in denen Conrebbi die erstaunliche Übereinstimmung von Ereignissen mit dem Fahrplan des Zahlensystems der Illuminati hervorhebt. Bevor ich aber das Video komplett nacherzähle, könnt ihr es ja selbst mal anschauen und überlegen, wo die problematischen Fehlschlüsse von Conrebbi versteckt sind (*lach* Das hört sich wie nach einer Rätselseite in der Mickey Mouse an).

Es mute schon komisch an, wie Zahlen hier zusammen passen. So stellt Conrebbie fest, dass annähernd 66 Jahre und 6 Monate nach dem Atombombenabwurf über Hiroshima wieder ein atomarer Unfall stattfinde. Genau genommen seien es zwar 66 Jahre und sieben Monate, da wir aber nicht wüssten, wie die dubiosen Planer das geplant hätten, kann es sein, dass diese bereits einen Monat zuvor die entscheidenden Schritte initiiert hätten. Anstatt aber dieses wacklige Hilfsargument zu analysieren (denn so können wir ja noch mehr historische Daten als mysteriös klassifizieren), schauen wir uns das Argument mal an:

Prämisse 1: Zwei atomare Vorfälle liegen 66 Jahre und 6 Monate auseinander.
Prämisse 2: Für die Illuminati ist diese Zahl „666“ eine wichtige Zahl.
Konklusion: Also haben die Illuminati die atomaren Ereignisse bewirkt.

Wir können nun das Argument auf Gültigkeit prüfen. Wir erkennen leicht, dass die Konklusion nicht notwendig aus den Prämissen folgt. Wenn nämlich die Prämissen wahr sind, könnten die Illuminati immer noch den Zwischenfall nicht bewirkt haben. Die Konklusion kann also falsch sein, obwohl beide Prämissen wahr sind. Es ist nämlich so, dass die Illuminati zwar Zahlen wählen, aber ob sie nun den 06.06.06 wählen oder nicht oder ähnliche Daten, die diese Zahlen enthalten, ist anscheinend immer ihnen überlassen, andernfalls müsste an jeder Zahlenkonstellation die 23 oder 666 in Abwandlungen enthalte, etwas geschehen. Das Argument ist also schon mal nicht deduktiv gültig (deduktive Gültigkeit hatte ich im ersten Teil hierzu geklärt). Es sei denn wir behaupten, dass an jedem Datum dieser Zahlenkonstellationen etwas passiere.

Was wäre aber eigentlich, wenn die Illuminati ein Datum wählen würden, das nicht diese Zahlen enthält? Damit kommen wir zu einem zweiten Schwachpunkt der Argumentation, nämlich der Schlüssigkeit (auch im letzten Artikel erklärt). Woher weiß Conrebbi, dass Prämisse 2 (Die Zahl 666 ist eine wichtige Zahl für die Illuminati) wahr ist? Wenn er nämlich nur an Beobachtungen, die er auswählt nachweist, dass hier Zusammenhänge bestehen, dann setzt er das Zu-Beweisende bereits voraus und gerät in einen logischen Zirkel. Würde er auf diesem empirischen Wege die Zahlen der Illuminati ermitteln wollen, so müsste er alle Ereignisse nehmen, die die Illuminati bewirkt haben und zeigen, dass diese eine Zahlenordnung aufweisen. Da er aber die Ereignisse der Illuminati an den Zahlen erkennt, kann er dies nicht so durchführen ohne einen logischen Zirkel zu haben. Er wäre also angewiesen auf den Masterkey des Codes. Das heißt, er bräuchte ein Dokument, das nachweislich die Vorgehensweise der Illuminati beschreibt. Nun steht aber nicht mehr die Frage danach, wie die Zahlen zueinander passen, sondern die Frage steht allein nach der Vertrauenswürdigkeit des Dokuments, dass die Illuminati nachweist.

Um das mal zusammenzufassen: Es ist nutzlos derart Kausalität nach Zahlen zwischen Ereignissen zu unterstellen, weil sich der Argumentierende so immer in logische Widersprüche verstricken muss. Die wesentliche Frage ist: Aus welcher Quelle weiß Conrebbi, dass die Illuminati nach diesem Zahlenplan verfahren? Dies wird allenfalls diffus angedeutet, aber niemals überzeugend argumentiert.

Zu der Kabbalistik werde ich am Ende dieses Beitrags noch etwas sagen, möchte aber auch hierzu noch etwas anmerken: Da es in einer großen Zahlenmenge von 2000 Jahren unglaublich viele Zahlen gibt, die sich nach dem Muster 23 und 666 verknüpfen lassen (es werden ja auch gerne noch Quersummen hinzugenommen), werden wir immer wieder fatale Ereignisse finden, die auf diesen Zahlen oder Zahlenspannen liegen. Conrebbis Argumente basieren darauf, dass es kein Zufall sein könne, wie die Zahlen aufeinandertreffen, ein wahrer Wissenschaftler schließt den Zufall aber durch eine klare Statistik aus. Bei dieser klaren Statistik geht es nicht, dass er die Stichproben nach dem Zu-Suchenden bereits vorauswählt. Das wäre einfach nur ein Auswahlfehler. Er muss alle Ereignisse, die relevant sein könnten nach ihrem Zahlenzusammenhang überprüfen. Dies aber ist bei der Anzahl an Ereignissen innerhalb der Geschichte aber unmöglich statistisch zu ermitteln, vermutlich würde kein Zusammenhang herauskommen. Das heißt, wenn es Illuminati gibt, so können wir über eine Kabalistik nichts über sie in Erfahrung bringen.

Für die Argumentation ist daher die ganze Kabbalistik hinfällig. Geschichtszahlen sind kein Beweis für die Illuminati. Diese Zahlen sind aber der einzige Beweis, den Zahlenmystiker bisher angaben. Weil es aber nur eine unterstellte Kausalität ist, nimmt die Kabbalistik einen unrechtmäßigen Beweisplatz in der Argumentation von Verschwörungstheoretikern ein.

Listen wir mal die restlichen Zahlenspielereien und andere Argumente von Conrebbi auf

FIC
So geheim: Sie wissen von sich selbst nichts (Foto:Miso.Susanowa
  • Conrebbi: Die Anschläge in Madrid sind 7 Jahre her. Es käme auf den Tag genau nicht an, denn die Wahrnehmung derer, die ausführen, ist ja entscheidend. Mein Kommentar: Achso! Dann wird’s ja noch schwieriger die Zahlen zuzuordnen. Und warum jetzt auch noch die 7? Reichen die anderen Zahlen etwa nicht mehr?
  • Conrebbi: 1923 kam es zu einem Putsch in einem Keller. Mein Kommentar: Fand da eigentlich nochmehr statt im Jahre 1923? Konklusion: Alles was 1923 stattfand waren die Illuminati.
  • Conrebbi: Diese Verschwörer würden nicht kurzfristig denken, sondern in großen Zusammenhängen. Mein Kommentar: Achja, deswegen ist das nochmal schwieriger für uns, das zu erkennen und deswegen ist meine Vorstellungskraft nicht geeignet, aber die vom Herrn Conrebbi natürlich. Wir wäre es mal mit einem Bisschen Skepsis Herr Conrebbi?
  • Conrebbi: Die Illuminati wurden schon von Goethe als satanisch beschrieben, nämlich als die, die stets umdrehen und verdrehen. Mein Kommentar: Soll das Argument also sein, dass es die Illuminati geben muss, weil der Universaldilletant Goethe auch kein guter Wissenschaftler war? Tut mir leid. Autoritätsargumente ziehen bei mir selten.
  • Conrebbi: 1932 ist „die nächste Schicksalszahl“. Mein Kommentar: Is klar. Machtergreifung Hitlers + 1932 = Illuminati. Fragt sich nur, warum jetzt 1932 als Zahl relevant ist.
  • Conrebbi:: 1939 fand der zweite Weltkrieg statt. Mein Kommentar: 1939 ist natürlich auch eine interessante Zahl, andernfalls würde ja Conrebbi den Weltkrieg nicht deuten können. Übrigens wurde 1939 auch Paul Müller geboren, daher sollten wir ihn verhaften lassen.
  • Conrebbi: Fussball ist böse, denn nach dem Prinzip „Herrsche und teile!“ würde vor allem das Teilen beim Wort genommen. Zwei Mannschaften und die Welt ist geteilt. Im Übrigen haben wir zwar nur 22 Spieler, aber der Schiedsrichter ist ja auch noch da (22+1). Linienrichter zählen nicht mehr, weil sonst haben wir ja nicht mehr die schöne Zahl. Mein Kommentar: Langsam komme ich mir blöd vor, das hier überhaupt noch zu kommentieren
  • 22+1 – Ach das erinnert uns doch an was! Genau an Psalm 22:1 und da steht es ja „Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln“ Mein Kommentar: Ähem wenn das jetzt aber kein Beweis ist.
  • Conrebbi: Fussball hetzt Leute gegeneinander auf, damit die Illuminati im stillen Kämmerlein ihr Unwesen treiben könnten. Mein Kommentar: Ich dachte, die wollen das wir das wissen? Was denn nun Herr Conrebbi?
  • Conrebbi: Auf irgendwelchen Steinen steht der Plan in Geheimsprache und natürlich nicht auf Deutsch, damit wir es nicht verstehen. Mein Kommentar: Ahja das zuverlässige Dokument verstehen wir also auch nicht ganz.
  • Conrebbi: Die Herren „Illuminati“ wollen die Erdbevölkerung auf 5 Millionen reduzieren, um sie besser beherrschbar zu machen. Mein Kommentar: 5 Millionen? Damit lässt sich unsere arbeitsteilige Gesellschaft bestimmt nicht mehr betreiben. Ergo: Die Illuminati sind ganz schön doof und werden die Herrschaft ohnehin nicht übernehmen, weil sie so doof sind. Hey, aber denkt dran, wahrscheinlich bin ich auch Illuminati und will euch nur verwirren. Da lach ich mir ins Fäustchen.
  • Conrebbi: Es sei enorm wie die Zahlen immer wieder eine Rolle spielen. So wurde Hitler am selben Tag wie die Queen geboren und die Explosion der Deep Water Horizon war auch am 20.04. Mein Kommentar: Ich habe übrigens mal mein Geburtsdatum genommen 12.01.83. Wenn ich das zusammenrechne 8+3=11 +12 = 23 + 1 mal Januar. Ich habe es gewusst, meine Geburt war von den Illuminati geplant und dass ich die Illuminati jetzt vertusche Teil ihres satanischen Plans. Vielleicht sollte ich mal in der Bibel nachschauen, was mein Name bedeutet: Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln (ähm ja).
  • Conrebbi: Auch für uns Deutsche hat die Schicksalszahl 23 eine Beduetung, Artikel 23 wurde nämlich weggenommen, wodurch die BRD kein Staatsgebiet hat. Mein Kommentar: Jetzt ist aber genug hier.
  • Und last but not least der Knaller von Conrebbi: Das Parfum 4711 verweist auf Japan und die 650 Erdbeben (??? (47+11=58) – keine Ahnung, was der Herr Conrebbi meint). Auf jeden Fall hätte man aus Psalm 11 wissen können: Fliehet wie ein Vogel auf die Berge. Mein Kommentar: ???

Wir müssen zum letzten „Argument“ von Conrebbi mal anfügen, dass eine Theorie immer so valide ist, je nach dem wie genau ihre Vorhersagen sind. Rückwärtig erklären funktioniert immer und dann zu sagen, ich hätte es gewusst, ist peinlich. Das Wort „Vernunft“ kommt von „Die Zukunft vernehmen“. Diese Zukunft aber lässt sich nicht durch billige Zahlentricks und undurchsichtige Dreher herstellen.

Für Conrebbi ist natürlich klar, warum die Illuminati so offensichtlich agieren. Weil sie wissen, wie die Menschen funktionieren, könne man ihnen auch ein Kartenspiel vorlegen und hätte nebenbei noch Spaß. Ich würde eher sagen, da hat ein schlauer Marketingstratege gewusst, wie Menschen wie Conrebbi funktionieren.

Das Boshafte ist eher, dass Menschen sich an solchen Theorien beteiligen und die wahren Missstände und Verschwörungen auf der Welt übersehen. Ich bin der Meinung, es gibt viele Akteure mit unterschiedlichen Zielen und dass es daher keine Dachorganisation der Verschwörer geben kann, allerdings glaube ich, dass es Subversionen im Kleinen gibt: Mafia, korrupte Regierungen, Waffenindustrie, Finanzlobby etc.

Was bezwecke ich also mit diesen Beiträgen? Nun, ich hoffe, die Grenze des Denkens klarer zu ziehen. Ich bezwecke zu zeigen, wann wir in maßlose Spekulationen abdriften und wann unser Verstand uns verwirrt, weil er doch nach Kausalität suchen muss und also schnell glaubt, welche gefunden zu haben. Abschließend möchte ich daher noch ein gutes Video von „Qualia Soup“ anbieten. Qualia Soup macht zwar meines Erachtens auch entscheidende Fehler zur Frage der Metaphysik, zeigt aber dennoch wie unser Verstand durch misconceptions verwirrt wird.Wie wahrscheinlich ist es zum Beispiel, dass in einer Gruppe zwei Menschen am gleichen Tag Geburtstag haben? Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, um das vorweg zu nehmen. Am folgenden Video können Sie daher sehen, wie leicht es ist, solche Zahlenzusammenhänge wie Conrebbi sie formuliert zu unterstellen, ohne aber, dass dies qualitativen Wert hätte. Ihr könnt dabei lernen, wie sinnvolles Denken funktioniert.

„Qualia Soup“ zeigt also, dass gerade Dinge, bei denen wir glauben, dass diese kein Zufall sein können, eben doch ein Zufall vorliegt. Er zeigt, dass wir mit unserem Alltagsverstand eine falsche Vorstellung von Geschichte haben. Daher ist dieses Video wirklich ein hervorragendes Lehrvideo. Ich hoffe dieser Beitrag, hat euch etwas gebracht.

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2 Antworten auf Die Zahlendreher der Illuminati-Verrückten – Conrebbis konfuse Zahlentheorien (Verschwörungstheorien auf dem Prüfstand – Teil 2)

  1. Stefan Wehmeier sagt:

    "Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: 'Nie wieder Krieg', entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muß ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen.
    Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man dann eine Tafel mit der Aufschrift finden können: 'Arbeitssuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur die Faulenzer mit vollgestopftem Geldbeutel sind willkommen.'
    Wie zu alten Zeiten wird man dann nach dem Länderraub trachten und wird dazu wieder Kanonen fabrizieren müssen, man hat dann wenigstens für die Arbeitslosen wieder Arbeit. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden, und auch die Giftpflanze Übernationalismus wird wieder wuchern. Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein."

    Silvio Gesell, direkt nach dem Ende des 1. Weltkrieges

    Eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, hat etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstanden:

    "Zunächst muss daher allgemein erkannt und anerkannt werden, dass bei den gegenwärtigen Geldordnungen ein grundlegender und gravierender Fehler vorliegt, der die gesamte Gesellschaft destabilisieren wird": http://www.deweles.de/files/mathematik.pdf

    Dr. Jürgen Kremer, Prof. für Wirtschaftsmathematik

    Die Ursache ist eine veraltete Programmierung des kollekiv Unbewussten, welche die halbwegs zivilisierte Menschheit überhaupt erst "wahnsinnig genug" für die Benutzung von Geld machte (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld), lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war. Anderenfalls hätte das, was wir heute "moderne Zivilisation" nennen, gar nicht erst entstehen können! Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode (Cargo-Kult um die Heilige Schrift) mutierte, und die uns – unabhängig vom so genannten Glauben – alle zu Untertanen machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen. Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich "Auferstehung"

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

    "Der Weisheit letzter Schluss"
    http://www.deweles.de/willkommen.html

  2. Fibonaccie sagt:

    Ich stimme in vielfacher Hinsicht den Zitaten zu. Andererseits wüsste ich nicht inwiefern dieser bezogen sein soll auf meinen Beitrag. Es handelt sich wohl eher um Werbung?

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