Wieviel Facebook wert ist, wie viel Wert ich bin, Zuckerbergs Spendenmoral und überhaupt viel Prokrastination in einem Artikel

Interesting architecture in cologne (www.kunst-und-gedanke.de)

Kölner Architektur und ein paar Links mehr findet ihr auf www.kunst-und-gedanke.de

Auf dem Wealth-O-Meter über Marc Zuckerberg könnt ihr nun regelmäßig verfolgen, wieviel Marc Zuckerberg eigentlich wert ist. Hier mal der Link::

http://blogs.wsj.com/digits/2012/05/18/follow-mark-zuckerbergs-worth-in-real-time/tab/interactive/

Im Moment ist der Mann, der für viele die Buschtrommeln der Digital Bohème erfunden hat, ungefähr 13 Milliarden Dollar. Ob er derart unserer Gesellschaft genützt hat, ist eine andere Frage, zumindest hat Facebook zu dem historischen Moment beigetragen, dass im Jahre 2011 das Web erstmals mehr für sozialverträgliche Handlungen als für Porno genutzt wurde.

Aber was ist ein Mann wert, der uns die moderne Form der Prokrastination geschenkt hat? Vor ein paar Wochen war der Wert des Mannes noch deutlich höher, doch nach den Selbstüberschätzungen eines pubertierenden Jünglings floppte der Börsengangs und der Zuckerberg ist zu einem elenden Häuflein Zuckerguss geschmolzen.

Nein, ganz so ist es natürlich nicht. Der Mann hat Wert, solange noch alle über ihn und nicht über Fukushima reden. Ablenkung ist dieser Tage mehr wert als ernsthaftes nachdenken über unsere Gesellschaft.

Vielleicht war mein Beitrag auf netzwerkB zu ernst, denn er wird kaum gelesen. Egal wir schreiben und lesen dennoch in das Echo des Netzes, das niemand hört. Der Beitrag über die Fragen der Grenzen von Ritalin ist bei netzwerkB zu lesen:

http://netzwerkb.org/2012/06/04/die-sorglose-reduzierung-des-menschlichen-korpers/

Zurück zur Prokrastination: Anhand der Börsennotation und der Berücksichtigung der einzigen Ressource, die Facebook produziert (Nutzer ausspionieren) haben nun ein paar Tüftler ein Monitoring entwickelt, das mit Börsenbeginn den genauen Wert eines einzelnen Users immer wieder neu bestimmt.

http://facebookworth.com/

Im Moment bin ich circa 80 Dollar wert, wobei meine Freunde ungefähr einen Wert von 20.000 Dollar besitzen. Den Wert meiner Facebook-Fans bestimme ich heute mal ausnahmsweise nicht ;)

Was macht also der Multimilliadär mit seiner Spielknete? Er läuft in Flip Flops auf Meetings, trägt bei Obamabesuchen Sportschhuhe und Trainingsoutfit und wohnt in einer bescheidenen Hütte. Der Nerd ist auch ohne Riesenbrillengestell cool. Wir wissen nicht, was Zuckerberg dazu motiviert wie ein bessergestellter Bettler zu leben. Zumindest lässt er verlauten, dass Facebook nicht Profit machen will, sondern die Gesellschaft zurück zur Demokratie bringen soll.

Löblich, nur gut Reden, ist etwas anderes als gut Handeln. Und da erscheint jene Nachricht: Zuckerberg will angeblich einen Vertrag mit einem der Mitbegründer von Facebook unterschrieben haben. Dieser Vertrag enthält, dass die beiden Facebookgründer, den größten Teil ihres Vermögens ihr gesamtes Leben spenden wollen. Bisher hat Zuckerberg zumindest 100 Millionen Dollar für öffentliche Schulen in Amerika gespendet. „Immerhin!“, sagen die meisten, doch das Geld ist der Gesellschaft abverdient und gehört eigentlich der Gesellschaft zurück. Sehen wir es so, Zuckerberg kann nur in der Gemeinschaft „genial“ sein und wir müssen die Frage stellen, ob er mit den abgezahlten Steuern schon seine Rückverantwortung übernommen hat. Allein der Stundenlohn, wenn Marc Zuckerberg bisher sein gesamtes Leben seit Geburt verdient hätte, würde 57078 Dollar betragen. Gerechtigkeit?

Ist seine Spende aber so viel? Um relational mit Zuckerberg mitzuhalten, muss ich nach gegenwärtigen Stand des Welth-o-Meteers in Abgleich meines Kontostandes ungefähr 4 Euro spenden (50 Cent habe ich heute in einer noblen Gesten zwei Musikern auf der Straße gespendet, das entspricht in Zuckerbergdimensionen dann circa 12 Millionen. Ihr seht ich unterstütze Musiker, die die Gema irgendwie nicht vertreten will). Dabei ist übrigens auch noch zu bemerken das Zuckerberg natürlich ein ungefähr 27 Millionen-fach besseres Leben als ich führen kann oder zumindest so vieles mehr wert ist (ich sollte mehr sparen – *notiertkeinenmusikernaufderstraßemehrgeldgeben*). Zuckerberg muss noch beweisen, dass er von seinem Kuchen nicht nur Krümel abgeben will.

Gut kommen wir zu wesentlich wichtigeren Sachen, nämlich zur Europameisterschaft, genauer genommen die Blogeuropameisterschaft.

Blogeuropameisterschaft bei Pusteblumenbaby

Blog-EM 2012 - Sechzehntel-Finale

Bitte unterstützt uns (einfach auf das Bild klicken und für Pusteblumenbaby in Duell 11 abstimmen)

Helft Maja bei der Blogparade von Peer Wandiger und gebt ihr eure Stimme. Wie machen den Blog sehr gerne zusammen und wir sind auf jede Unterstützung angewiesen. Vielleicht wollt ihr sogar bei Facebook andere aufrufen, für uns zu stimmen? Das würde uns unglaublich helfen. Majas Blog findet ihr unter Pusteblumenbaby.de und ihren Aufruf findet ihr Hier. Maja ist gerade verletzungsbedingt in einer Klinik. Die Gründe will natürlich niemand aussprechen, denn über unsere Kindheit denken wir ungern nach. Die Spekulationen für unsere Einsamkeit gehen ja immer nur auf Ausgleichsdimensionen und dann denken wir, wir müssten noch mehr Geld verdienen oder noch mehr und noch coolere Freunde haben. Ich hoffe ihr unterstützt Maja und wir schenken ihr den Europameisterschaftstitel. Danke für eure Unterstützung.

Kunst und Gedanke

Ansonsten habe ich ein paar Texte über Albrecht Dürer auf Kunst-und-Gedanke geschrieben, die euch durchaus interessieren könnten. Einerseits habe ich mit Dürer als Genie der Mathematik beschäftigt und andererseits mit Dürer als Genie der Selbstvermarktung. Da wir aber heute Prokrastinieren habe ich noch ein Video für euch, wo ihr seht, dass ihr bald nur noch das Internet braucht. Bis bald Norman.

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