Archiv fü Kategorie Grenzen des Internets

Wieviel Facebook wert ist, wie viel Wert ich bin, Zuckerbergs Spendenmoral und überhaupt viel Prokrastination in einem Artikel

5. Juni 2012
Interesting architecture in cologne (www.kunst-und-gedanke.de)

Kölner Architektur und ein paar Links mehr findet ihr auf www.kunst-und-gedanke.de

Auf dem Wealth-O-Meter über Marc Zuckerberg könnt ihr nun regelmäßig verfolgen, wieviel Marc Zuckerberg eigentlich wert ist. Hier mal der Link::

http://blogs.wsj.com/digits/2012/05/18/follow-mark-zuckerbergs-worth-in-real-time/tab/interactive/

Im Moment ist der Mann, der für viele die Buschtrommeln der Digital Bohème erfunden hat, ungefähr 13 Milliarden Dollar. Ob er derart unserer Gesellschaft genützt hat, ist eine andere Frage, zumindest hat Facebook zu dem historischen Moment beigetragen, dass im Jahre 2011 das Web erstmals mehr für sozialverträgliche Handlungen als für Porno genutzt wurde. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Von den bösen Bloggern, die gerne freiwillig arbeiten

30. Mai 2012
When the sun goes down (www.kunst-und-gedanke.de)

Fotografien aus Köln

Angeblich gleiche ja das Internet dem wilden Westen. In der jenseitigen Virtualität sei so etwas wie eine mittelalterliche Stadt entstanden, die ohne Gesetze überhaupt nun die Realität ehrlicher und gutschaffender Bürger überfalle. Nachdem Konsumenten also die Kutschenindustrie in den Ruin getrieben haben und diese Konsumenten auch kaum mehr das gute alte Bäckerhandwerk stützen, zerstörten die Raubritter des Internets bereits viele, viele Arbeitsplätze. Wikipedia hat im Grunde den Brockhaus zerstört und nur eine Front von mutigen Wissenschaftlern wehrt noch gegen dessen Zitierfähigkeit. Die deutsche Wissenschaftscommunity hat aber ebenso Angst. In amerikanischen Blogs veröffentlichen Blogger schließlich schon ihre wissenschaftlichen Ergebnisse. Wo sollte dies allerdings hinführen, wenn Magazine nicht mehr per Peer-Review die Ergebnisse unabhängig bewerten? Wenn nicht mehr andere Wissenschaflter sagen, das darf veröffentlicht werden und das nicht, haben wir am Ende natürlich nicht die Freiheit, sondern Chaos. Die Deutschen haben also Angst vor einer Welt, die mit dem Chaos des Internets zerklüfftet und am Ende müssen alle großen Künstler Klos schrubben, weil sie neben ihrem exzentrischen Hobby natürlich nichts anders gelernt haben. “Fair Use”, das freie Benutzen von geistigen Erzeugnissen wie in Amerika darf in Deutschland auch nicht sein, sondern wir müssen kontrollieren, was zu kontrollieren geht.

Deutschland überlegt nun ein neues Leistungsschutzrecht einzuführen. Die klassischen Medien wie Zeitung röcheln nämlich ihren letzten Todesatem. Zeitung, das ist mittlerweile fast so altmodisch wie eine Kutsche und wird bald nur noch mit Zigarre und Zylinder in Kutschen gelesen, um die gute, alte Zeit nachzuspielen. Aus diesem Grund soll die Zeitung nun auch unter Denkmalschutz gestellt werden. Erscheint ein Artikel in der Zeit, wurde er schon tausendfach gerebloggt und kommentiert, dies verteilt die Spannung, die dieses Medium letztlich benötigt. Da aber andere als Journalisten nun nach Angaben der Journalisten (die ja nur ehrlich recherchieren) nicht schreiben können, sieht die Verlegerbranche natürlich gleich unsere Gesellschaft bedroht (man stelle sich nur vor, was wir eigentlich für eine konzeptuelle Leistung bei netzwerkB vollbringen, das hat natürlich journalistisch keine Qualität). In Zukunft sollen daher selbst Zitate aus Artikeln der Zeitungen für mindestens ein Jahr geschützt sein. Es ist unklar, was wir dann als Blogger alles noch von der Realität erzählen dürfen. Ich vermute allerdings, dass die Realität der Zeitungen dann ganz verschwinden wird. Zum Beispiel höre ich nur noch Songs, die es auch bei Youtube gibt, alle anderen verschwinden aus meinem Gedächtnis. Womöglich wird die Kultur irgendwann den freien Formaten den Vorzug geben. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Internetphilosophie: Wie das Internet die Blöden vom Fernseher weg lockte

19. Januar 2012
Fern-seher bringen die Realität näher CC_Foto: (James Vaughan)

Fern-seher bringen die Realität näher CC_Foto: (James Vaughan)

Die meisten glauben es nicht, aber Fernsehen hat wenig mit Bildung und noch weniger mit Philosophie zu tun und zwar auch dann, wenn sie Arte oder 3 Sat einschalten. Gleich welches hochwertige Programm wir im Fernsehen bieten, wir lernen dabei nicht viel. Die Gründe sind einfach, einerseits ist Fernsehen ein passives Medium (fragt euch mal, ob ihr vom Radio hören lernt, ein Musikinstrument zu spielen), auf der anderen Seite wählen Menschen, die sich bilden wollen informativere Medien. Schon soziologische Erhebungen vor Zeiten des Internets haben bestätigt, das Fernsehen niemals das Medium der Intellektuellen war. Interessant war lediglich (ich beziehe mich auf eine Auswertung von Prof. Meulemann), dass die intelligenteren unter uns (Abitur oder mehr), keineswegs mehr Arte oder 3Sat konsumierten, sondern sich in gleichem Maße der vermeintlichen Verblödung überließen (einen Beitrag zum Vergleich zwischen öffentlich-rechtlichem Fernsehen und Privatfernsehen im Hinblick auf Bildung habe ich auf meinem Blog Fahrenheit hinterlegt). Diese Tatsache zeigt, dass Intelligenz wenig mit der richtigen Wahl des Fernsehprogramms zu tun hat, sondern Fernsehen vor allem als Freizeitmedium fungierte. Wer ernsthaft glaubte sich mit Fernsehen zu bilden, war hoffnungslos verloren. Eher war es das Breitenmedium, dass eine gemeinsame Welt in unseren Wohnzimmern etablierten, über die wir dann in Lagerfeuerromantik philosophierten. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Philosophie des Internetschwarms – Erste Grenzbestimmung

29. Dezember 2011

Schwarmphänomene sind seit Zeiten des Internets ja in aller Munde.  Auch Philosophen können sich diesem neuen, erkenntnisordnenden Begriff nicht entziehen. Die konkrete Beschaffenheit eines Schwarmeffekts demonstriert dabei folgendes Video eindrucksvoll:

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Die Philosophie des Schwarms CC_Foto: Uwe.Koch

In den konkreten Anwendungsbereichen versucht die Philosophie sich ja nun nicht nur an einer Grundlegung der Wissenschaften, sondern auch mit der konkreten Interpretation von Phänomenen in Bezug auf das Ganze. Ein Phänomen, was Menschen nun seit erst sehr kurzer Zeit erleben, sind die Phänomene der Gesellschaft, sogenannte makrosoziologische Effekte etwa. Die Kenntnisse dieser Effekte haben das Bild der Philosophie, dass es sich bei Staaten nur um größere Versionen kleinerer Gruppen handelt zurecht gerückt. Es ist klar, das wenige Individuen noch kein Muster formen können. Bei vielen Individuen werden die Möglichkeiten der Muster komplexer. Hieran schließt sich die Idee, dass jede Interaktion schließlich eigene Qualität besitzen kann. In diesem Sinne ist das Video oben nicht unbedingt als Demonstration eines Schwarmeffekts in Gesellschaften geeignet, da es sich auf Gruppenebene vollzieht. Die Qualität des Internets kann durchaus anders sein, wir können es uns nur sehr schwer vorstellen, da allein unser Verstand eher zum kleinphilosophischen Anschauungsbereich neigt. Dazu gleich mehr. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Grenzen der Internetphilosophie – Zur jüngeren Debatte um Trolle und Zensur

24. September 2011

Der Troll War ist also eröffnet. Auch auf Kantooseconomics ist es nun so weit. Nachdem ein Artikel in den Grenzen des Netz auf Verbreitung geht, sind sich alle im Kampf gegen Trolle einig. Kommentare müssen zensiert werden. Keine Netzphilosophie der Freiheit also mehr, sondern die Begrenzung durch das Vernünftige? Kantooseconomics bezieht sich dabei auf einen Artikel, der das Netz gerade beschäftigt. Dort bemängelt der Autor die Vertrollung der Kommentare und gibt daher seinen Blog gar auf.

Das Netz, das aus philosophisch-idealistischer Sicht eigentlich unzensiert sein sollte zensiert sich also selbst. Da nimmt das Netz seine Grenzen selbst in die Hand. Als jemand, der mit dem unkommerziellen Thema Philosophie ehe auf der anderen Seite des Sichtbarkeitsspektrum steht und sich regelmäßig über keine Kommentare erfreuen darf, wunder ich mich natürlich. Obwohl ich auch weiß, wieviel Zeit es bedarf, anderen Meinungen gerecht zu werden, wenn ich an emotionale Diskussionen zurückdenke, die ich bei netzwerkB in meiner Funktion als Beirat dort veröffentlich habe, weiß ich nicht, wie gerechtfertigt es ist, zu zensieren.

Zu einer anderen Meinung hinsichtlich der Meinungsfreiheit komme ich aber dann, wenn ich mir den Nutzerkommentar von Hamlet auf netzwerkB, einem Netzwerk gegen sexualisierte Gewalt, durchlese. Hamlet (der selbst kein Troll ist) schreibt am 23. September 2011 um 14:03 Uhr

“Die ZEIT hat die Kommetarfunktion nun abgeschaltet, nachdem sie drei Tage brauchte, um sich der Verherrlichung pädophiler Praxis, sexueller Gewalt im Zusammenspiel mit “anarcho-kapitalistischen” Phantasien bewusst zu werden. Dort musste man lesen, dass das Verbot des Konsums von Cannabisprodukten nicht zu befolgen ist, weil dem Verbot die moralische Grundlage fehlt, analog gelte dies auch für pädophile Praktiken, welches deshalb auch nicht beachtet werden müsse. Der “Konsum” von Kleinkindern und Kindern sei deshalb genau so statthaft wie der Konsum von Haschisch, vor allem da es sich einfach um eine “liebevolle” Neigung handle und die Pädophilien selbst Opfer einer Hysterie seien und Ihnen Schandtaten angelastet würden, die ein Pädophiler nicht einmal denken könnte; ihm gehe es vor allem um liebevolles Streicheln, Gerold Becker sei kein Pädophiler, weil er wohl Gewalt angewandt habe…, ansonsten aber müsse man immer davon ausgehen, dass das Kind dem zustimmt. Ein ums andere Mal hat die Community-Redaktion der ZEIT haarsträubende, menschenverachtende, entwürdigende Beiträge ohne jeglichen Eingriff, ohne jegliches Statement seitens der Redaktion veröffentlicht. [...] “ http://netzwerkb.org/2011/09/17/weitere-opfer-im-odenwald/#comment-31536

Grenzbestimmung: Was sind Trolle?

Was aber ist nun ein Troll? Der Terminus erscheint mir sehr unterschiedlich gebraucht zu werden. In der Regel werden damit Menschen bezeichnet, die aus reiner Langeweile andere im Netz beschimpfen oder zu kontroversen, unnötigen Diskussionen herausfordern. Netzphilosophen, die nichts als Sinnlosigkeit verbreiten. Diese nihilistisch-philosophische Perspektive kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Mir wäre es mit meiner Zeit zu schade, wenn ich Dinge nur als hypothetischer Anderer vertreten würde. Ich gehe nicht in andere Foren und versuche extreme Meinungen zu vertreten, wenn sie denn nicht meine eigenen wären. Ich glaube daher, dass Menschen diese Meinungen wirklich vertreten. Damit haben wir es aber nicht mehr mit einem Internetphänomen zu tun, sondern mit der Sichtbarmachung einer tatsächlichen gesellschaftlichen Schieflage. Es geht also sehr wohl um die philosophische Frage nach der Meinungsfreiheit. In den Kommentaren zeigt sich, wie in unserer Gesellschaft Tendenzen existieren, die wir womöglich überhaupt nicht annehmen würden. Daher denke ich, dass es bei den Gegnern der Vertrollung dann doch um etwas anderes geht, nämlich um den erleichterten Umgang mit anderen Meinungen und der Angst vor den realen gesellschaftlichen Abgründen an Debilität.

Nach wie vor bin ich mir aber unsicher. Der Kommentar von Hamlet zeigt es. So sind die Grenzen, die wir für unsere Kindheit definieren immer auch porös, da wir sie nur zum Teil auf biologische Erkenntnisse gründen. Es gibt in der Entwicklung von Kindern zu selbstbestimmten Erwachsenen verschwommene Ränder. Dass hier ein Einfallstor für pädokriminelle Argumentationen gegeben ist, wird klar, wenn man versucht nachzuvollziehen, auf welcher Grundlage Pädokriminelle argumentieren. Ich war auch erst kürzlich schockiert wie Freunde von mir für die Sexualität der Kindheit argumentieren, auch wenn diese mit Sicherheit keine Täter sind. Sie bedienten sich aber ohne es genau zu bemerken, einer verharmlosenden Tätersprache, die schließlich die Grenzen der Kindheit porös macht.

In der Philosophie sind eigentlich solche Dammbruchargumente verachtet, dennoch teile ich hier oftmals diese Dammbruchargumente. (Dammbruchargumente bedeuten, dass wir behaupten, wenn wir A zulassen, dann wird irgendwann auch B passieren. Obwohl also A nicht unmoralisch ist, soll es dennoch verboten sein.)

Und dennoch in dem Moment, da wir solche Kommentare sehen, wird uns erst bewusst, dass Pädokriminelle ohne Unrechtsbewusstsein ihre Straftaten ausführen, wir decken also mit diesen kriminellen Äußerungen auch tatsächliche Missstände und Ursachen auf. Aber warum haben wir Angst vor pädokriminellen Argumentationen, denn haltbar sind sie doch nicht? Da wir aber in unseren moralischen Argumentationen immer wieder auf naturalistische Fehlschlüsse Rückbezug nehmen, können wir vermutlich, weil wir selbst nicht argumentieren können, nicht damit umgehen. Könnte dies sein? So versuchen Pädokriminelle beispielsweise immer wieder vor allem naturalistisch zu argumentieren. (Begriffsklärung: Ein naturalistischer Fehlschluss tritt dann auf, wenn ich einen biologischen Sachverhalt zur Norm erhebe. Wenn ich zum Beispiel sage, dass sich der Stärkere in der Natur durchsetze und gleiches auch für das soziale Gefüge von Gesellschaften gilt, so erhalten wir Sozialdarwinismus, der nur  auf einem naturalistischen Fehlschluss beruht.) Für das Argument für ungeschädigte Kindesentwicklung sagen also beispielsweise Neuroscans, dass Männer neuronale Reaktionen aufweisen (wie es Pädokriminelle versuchen als natürlich darzustellen), wenn sie Bilder von Heranwachsenden sehen, nichts. Philosophisch-moralisch betrachtet sagt es nichts über Moral, denn wir müssen uns vor allem auch bewusst machen, dass ein großer Teil unserer moralischen Handlungen darin besteht, eigene Gefühle und Bedürfnisse zurückzustellen. Dies analysierte bereits der Philosoph Kant. Wenn ich beispielsweise eine Brieftasche auf der Straße finde, die Millionen von Euros enthält und ich entschließe mich, diese abzugeben, obwohl keine Gefahr besteht und ich auch kein schlechtes Gewissen hätte, wenn ich sie behalten würde – wenn ich also keinerlei Gewinn hätte und gar noch Minus machen würde, dann handle ich moralisch. Im Gegensatz dazu ist jemand, der ohne Fehler durchs Leben geht, aber dabei immer nur nach seinem Gefühl handelt, ohne dass ihn irgendetwas hindert, nicht moralischer als der, der sich gegen seine eigenen Bedürfnisse durchsetzt. Können wir also Menschen für ihre Gedanken verurteilen? Wohl kaum, wohl aber für Tatplanung und amoralische Äußerungen, die real Menschen verletzen. An dieser Stelle scheiden sich die Geister und nicht wenige werden mir Verharmlosung vorwerfen. Wohl aber muss doch eins klar sein, wenn es keine solche Gefühle bei Menschen gäbe, gegen die sie sich stellen müssten, dann hätten wir wohl kein Problem, das wir nun diskutieren würden.

Da es also bei Kindern allein um die Freiheit dieser Kinder geht und diese Freiheit nicht biologisch bestimmt ist, sondern durch das Identitätsbewusstsein der Person, sind alle naturalistisch pädokriminellen Argumentationen hinfällig. Naturalistisch verteidigbar werden diese allerdings, wenn wir selbst auf den Pfad der naturalistischen Argumentationen gehen. Naturalismus spielt philosophisch überhaupt keine Rolle bei der Frage, was moralisch geboten ist. Und dabei ist dann ganz klar: Pädokriminelle, die hier verführerisch Kinder mit angeblich kleinen Schritten an die Sexualität heranführen wollen, ignorieren geflissentlich wie sie ihre Machtposition missbrauchen, um Kinder sexualisierte Gewalt anzutun. Diese Freiheit des Heranwachsenden als allgemeine kann jedoch durch keine noch so naturalistische Argumentation beschädigt werden.

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Kampf den Trollen (CC_FotoBild: Marchange)

Tja, aber wie gehen wir dann damit um, wenn zu den komplexen philosophischen transzendentalen Standpunkten die Gesellschaft nicht fähig ist? Ich weiß es nicht und daher bin ich wohl eher für die Zensur aller pädokriminellen Argumentationen, aber der Konflikt besteht, einerseits möchte ich nicht über solche hirnlosen Dinge diskutieren (was ich ja hier nun schon begonnen habe), da sich meines Erachtens eine Diskussion darüber erübrigt, andererseits frage ich mich, wie diese Meinungen überhaupt der Menschheit austreibbar sind und wie die Gedanken der Freiheit dann implementiert oder besser gesagt aufgedeckt werden.

Die Trolldiskussion geht jedenfalls weiter, für mich aber ist es die Frage wie weit Meinungen reichen dürfen. In Amerika sagte mir ein Freund ginge es soweit, dass man lügen dürfe, da diese das Recht auf freie Meinung sei. Dies war sicher seine Meinung, aber Gesellschaften vermitteln Meinungen zu Normen. Überführen wir Meinungen in eine Demokratie so können meines Erachtens bei dieser Vermittlung der Meinungen transzendental demokratisch erreichte Gesetze nicht mehr substantiell gegen die Menschenrechte (die überhaupt nicht im Vorhinein festgelegt sein müssen)in the long run verstoßen. Dies ist philosophischer Idealismus, aber auch weniger idealistische Philosophen sehen dennoch die Demokratie der Meinungsfreiheit als Pflicht. Im Jargon des Philosophen Derrida heißt es daher, dass wir diese Meinungen durchaus riskieren können und müssen, da wir nur so zur Demokratie selbst drängen.

 

 

Weiterführende Videos zu den Grenzen der Zensur und den Trollen

Eine wunderbar-ironische Analyse des Trollphänomens, wie sich Trolle im Netz kannibalisch gegenseitig verspeisen, liefert die Internetanalyseshow “Know your mems”

Müssen wir also mit den Trollen kämpfen? Eine subtile Form der Trollbekämpfung eröffnet Sascha Lobo mit einem Vortrag, der wirklich sehr unterhaltsam ist.

Sascha Lobo – Trollforschung from Christian Cordes on Vimeo.

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