Archiv fü Kategorie Philosophie & Geld

Überlegungen zum Urheberrecht – Wem gehört die Welt?

19. März 2012
Pat McHughs Way to see the world

Wem gehört die Welt? Bild von meinem Freund Pat McHugh

Wer es zuerst gesehen hat, dem gehört es auch. Wenn ich mich nicht täusche, gestaltet sich nach diesem Kindergarten-Prinzip unser Urheberrecht als auch unsere Eigentumsverhältnisse. Traditionslinien begründen so heute den Rechtsanspruch der Eigentümer. Irgendwer war immer vor uns da, dieser hat die höchsten Rechte. Meinem Urururgroßvater gehörte schließlich schon dieses Land. Nicht anders entscheiden wir momentan die Verteilung von Gütern auf der Welt und dies gilt unter bestimmten Bedingungen unser geistiges Eigentum. Zwar glauben die meisten sie würden aus allein eigener geistiger Kraft die Güter erschaffen, aber schon das Wort “Urheberrecht” weist die Tatsachen zu Recht: Es geht um denjenigen, der zuerst die Dinge gehoben hat, nicht aber um den, der sie erschaffen hätte. Nun erscheint es mir merkwürdig am Klavier eine Melodie zu spielen und zu behaupten diese Melodie gehört mir. Es scheint wohl nur so als würden wir tatsächlich die Welt in unsriges anverwandeln können, als wären wir das externe Staubkorn dem das Universum gehören dürfte. Aber die Melodie muss schon vorher im All der Möglichkeiten angelegt gewesen sein, anders hätte ich sie nicht heben können. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Zum Tod von Steve Jobs und zur Philosophie der Einfachheit

6. Oktober 2011
Steve "Moses "Jobs Delivers Tablet

Gebote der Einfachheit (CC_Foto: Photo Giddy)

Steve Jobs ist tot. Eine Nachricht, die die Meldungen über die Verleihung der Nobelpreise übertönt. Hätte Jobs mit seinem Schaffen einen Nobelpreis verdient? Wohl kaum. Nicht Wissen, das der Menschheit unwahrscheinliches Fortkommen in der Überwindung ihrer Grenzen bringt, spielte bei ihm eine Rolle, sondern eine gut durchdachte Marketingphilosophie.

War es Wissen um das Ganze des Vertriebs, was Jobs zum Milliardär machte oder war er nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort? War es Zufall oder Notwendigkeit, dass er mit seinem Wesen vorankam? Die Wiedererfindung des Alten machte Jobs zu einer Ikone. Angeblich gehörte es zu seinen wesentlichen Einfällen beim Iphone den Stift “einfach” wegzulassen; schlicht auf den Finger zur Bedienung zu setzen. Diese Einfachheit ist dann bei Applejüngern als philosophisches Programm gefeiert worden. Ist dies heute schon genial? Er selbst sagte über seine Fähigkeiten bezeichnendes “Wir waren ziemlich schamlos beim Stehlen großer Ideen” (Steve Jobs zurückgetreten – Vom Erfinder zum Revolutionär in Serie – Bild 3 – Wirtschaft – sueddeutsche.de).

Steeve Jobs ist tot. Eine simple Nachricht begleitet die simplen Ideen eines simplen Mannes. Er selbst erfand sich bald als einfacher Mann, der schlicht im schwarzen Rollkragenpulli und mit Jeans die Einfachheit erklärte. Die Nachrufe mögen sich in alle Richtungen verteilen, jedoch mehr als Einfachheit hat er nicht erreicht. Rentiert hat es sich zumindest: Das Wirtschaftsmagazin Forbes Magazine schätzte sein Vermögen 2011 auf 8,3 Mrd. US-Dollar.

Das Mysterium Apple basierte hiernach vor allem auf der Philosophie, dass ein minimalistisches Programm Zeitersparnis verschafft. Die Eleganz liegt seit jeher in der Philosophieder Einfachheit, weil sie längeres Nachdenken verhindert. Es ist einfach gut, weil es so gut ist. Diese Philosophie der Einfachheit verdanken wir jedoch nicht Jobs, wohl aber den Briten und Amerikanern. In einer beispiellosen Ablehnung der “typisch-deutsch” strukturierten idealistischen Programme brachten britische und amerikanische Philosophen die Philosophie der Einfachheit auf den Weg. Die These von Ockams Rasiermesser besagte klar und deutlich, dass sich bei zwei konkurrierenden Thesen, wir uns im Zweifel für das Einfachere entscheiden sollen. Der Philosoph Russel schließlich wehrte sich gegen die Hegelianische Philosophie und postulierte schlicht und ergreifend, dass die Realität vor allem aus einfachen Dingen bestand. Angesichts einer überkomplexen Welt sicher eine Alternative. Der Blick verengt sich jedoch zur Schmalspurphilosophie ohne notwendige Skepsis.

Die Philosophie der Einfachheit bietet für den Durchschnittsbürger nicht mehr als den wohligen Ort der Ausgeglichenheit und Harmonie, aber wenig Realität. Es ist wohl daher auch wesentlich, dass wir uns gerade mit Jobs Philosophie der Einfachheit in die elektrifizierte Welt flüchteten, die ohnehin einfacher und aufgeräumter erschien. Für Amerikaner kam diese Philosophie gerade recht. Die Welt scheint nur kompliziert, im Grund aber wäre alles auf Einfachheit reduzierbar. Die Republikaner machten das jeden Wahlkampf auf das Beste zu ihrem Thema, auch sie profitierten von der Philosophie der Einfachheit. Diese Einfachheit wird ihnen auch diesmal den Wahlerfolg sichern.

Warum war Apple am Ende besser als Microsoft? Schlicht, weil Apple einfach besser war. Die Jünger brauchten keine Erklärungen. Gleiche Gründe bekommen wir ja geliefert, wenn wir die Werbesprüche zum Iphone hören. Auf die Frage, was eigentlich ist, wenn wir kein Iphone haben, bekommen wir die Antwort, “dann hast du kein Iphone”.

Wenn Menschen schnell und einfach verstanden werden, dann sind sie Rockstars. Nicht der Philosoph ist der Held unserer Zeit, nicht der Komponist, der Jahre über seinen Ausdruck forscht, sondern der Herr, der seine Politik oder Philosophie schnell auf den Punkt bringt. Das amerikanische Flair des schnellen Erfolgs in einer Philosophie der Einfachheit repräsentierte Jobs wie auch andere. Was in der amerikanischen Philosophie Gang und Gäbe ist, dass einfache Texte präferiert werden, setzte sich auch klar als Marketingphilosophie durch. So ist wohl auch die Parodie um den amerikanischen Traum zu verstehen, die der Film Forrest Gump aufzeigte. Forrest Gump wollte nie den Erfolg, weil er allerdings so einfach war, bekam er den Erfolg und so kaufte Forrest Gump auch Apple.

Die Philosophie der Einfachheit war auch der Grund warum Applejünger seit jeher so nervten. Wie Anhänger einer Sekte, die das Heil in unendlicher Liebe und Urschreien zu finden wussten, so wussten Applejünger, dass nur ein Apple das Leben erleichterte. Sie wirkten teilweise inspiriert und borniert wie Jünger von einem Jesus-Treffen. “Selig sind die Armen des Geistes, denn ihres ist des Himmelsreich.” predigte Jesus noch in der Bergpredigt und anderes predigte Jobs seinen Jüngern auch nicht. Apple machte diese Einfheitsphilosophie und Religion zu einem Konzern, der mehr wert ist als die amerikansiche Footballleaque oder mehrere Apollomissionen. Ohnehin ist nach heutigen Ermessen Apple mehr wert als alle Nobelpreise zusammen und das macht den Tod von Steve Jobs zu einem medialen Ereignis. Dabei ist es so einfach, ein einfacher Mann mit einer einfachen Vision ist gestorben.

Auch einer der Erforscher des Krebsleidens ist dieser Tage gestorben. Er erhielt hierfür den Nobelpreis, anders als Jobs aber hatte er keine einfachen Lösungen parat, sondern konnte das wesentliche Problem nicht lösen. Einfachheit verdrängt im Denken das Komplexe, das Komplexe aber bedrängt unser Denken. Die Hymne an den Minimalismus drückt wohl Eric Saties Gymnopedie am besten aus (auch wenn Satie kein Minimalist ist). Das Ganze in der Spannung der Einfachheit muss tiefer gehe. Diesem inneren philosophischen Gehalt seines Stückes kam ein Marketingphilosoph wie Steve Jobs niemals auf die Spur. Jobs Philosophie der Einfachheit schaffte es nie diese Einfachheit im Ganzen zu denken, sondern bezog sie nur auf eine Marketingstrategie. Apple bringt kein Seelenheil und hat keine Botschaft. Was sich auch für die Applejünger nach und nach enttarnte, war, dass Apple nur ein weiterer Big Player im Spiel um das Einfachste der Gesellschaft war, nämlich das Geld.

Ein Mann ist gestorben. Dies ist tragisch, aber es ist auch nichts einfacher als diese Nachricht. Mehr Botschaft gibt es in dieser Nachricht eigentlich nicht.

 

Grenzen des Reichtums – philosophische Betrachtungen Teil 1

16. August 2011
Global Player
Eine homo oeconomicus spielt mit der Welt – ein modernes Puppenmärchen der Wirtschaftsexperten Foto:Daniela Hartmann

Die aktuelle Krise an den Börsen ist eine Krise der Staaten, die ihr Verschuldungsproblem niemals in den Griff bekamen. Dies aber ist nur die halbe Wahrheit. Dass bei der letzten Krise, die Staaten an ihre Finanzierungsgrenzen kamen, indem sie Banken retteten und die Wirtschaft mit milliardenschhweren Projekten unterstützten, ignorieren die Liberalen geflissentlich. Sie erkennen nicht, dass die Akkumulation von Reichtümern bei Wenigen ein Problem sein könnte.

Tatsache ist doch, dass Wirtschaftskreisläufe nur zirkulieren, wenn die Gelder beständig umverteilt werden (der Zusatz muss aus ethischer Perspektive lauten: nach gerechten Priznipien). Wenn wir tatsächlich bei der überstrapazierten Metapher des Blutkreislaufes bleiben, dann können wir durchaus auch formulieren, dass sich an Ort und Stelle ganze Blutgerinsel gebildet haben, die zunehmend zu einer Gefahr für die Finanzwirtschaft werden. Reichtum kann in einer Gesellschaft nicht die geschickte Anhäufung von Geld sein, sondern muss immer in Bezug auf die tatsächliche und zukünfigte Leistung stehen. Reichtum ist etwas, das Gesellschaft für sich erst entdecken und legitimieren müssen. Reichtum ist auch kein festgefügtes Kapital, wie jeder Reiche, der seinen Reichtum gerne stabiliseren möchte, bereits weiß. Nein, der Reichtum auf den Banken oder in Börsenpapieren ist immer nur so viel Wert, wie die Gesellschaft zu leisten vermag und daher steht es auch der Gesellschaft zu, hier Gerechtigkeit walten zu lassen. Daher muss nun nachdem ein Jahrzehnt Banken Gewinne fahren konnte, auch wieder eine stärkere Besteuerung der Reichen stattfinden.

Der naive Glaube an den netten Unternehmer
Nun mag der ein oder andere Liberale glauben, dass ein deregulierter Markt sich selbst reguliert. Der Glaube an die unsichtbare Hand ist dabei wie ein Glaube an Gott. Doch so wie Betrüger im Alltag einen armen Tropf an der Haustür mit windigen Schneeballsystemen reinlegen, so sehe ich keinen Grund, warum ähnliches nicht auch an den Börsen passieren sollte. So wie wir Verbraucher hin und wieder von der Industrie getäuscht werden und Produkte kaufen, die vorne und hinten nicht stimmen, so ist dies auch durchaus in großen Wirtschaftssystemen möglich. Dies ist allerdings verborgener, da wir solcherlei Bewegungen zumeist nur in Zahlen erkennen. Wie reagiert daher ein durchschnittlicher Amerikaner (und damit habe ich viele Erfahrungen gemacht)?

Nun, er behauptet stolz und steif, dass große Unternehmen kein Interesse daran haben, Anleger und Investoren reinzulegen, denn sie würden damit ihr Unternehmen riskieren. Dieses stimmt nur in gewisser Hinsicht, denn wenn ich mit einem Unternehmen kurzfristige Gewinne einstreichen kann und dieses nach dem ich es vollkommen ausbluten lassen habe, es verlasse, dann mache ich den Gewinn für mich. Das Unternehmen spielt dabei eine geringfügige Rolle. Je nachdem welche Gesetzeslage dann existiert, so kann ich als Krimineller gelten oder nur als moralisch bedenkliche Heuschrecke, wenn ich denn in der Gesamtheit der Masse von Heuschrecken überhaupt entdeckt werde und was sollte daran falsch sein, genau das zu tun, was alle tun?

Nun bin ich wahrlich kein Experte, aber so wie es Betrüger auf unseren Straßen gibt, so gibt es mit Sicherheit auch findige Betrüger in den Büros und dort schlägt dann der Betrug stärker zu Buche, da die Dimensionen des Betrugs unsere gesamte Gesellschaft treffen.


Reichtum ist auf die Gesellschaft zurückbezogen
Ein anderer Punkt ist, dass die Wirtschaft immer zurückbezogen ist auf die gesamte Gesellschaft. Das heißt, es kann keinen Reichen geben, ohne dass andere ihm diese Möglichkeit verschaffen. Dies zu verdeutlichen ist ganz einfach. So können wir zum Beispiel fragen: Wäre Warren Buffet auch der reichste Mensch der Erde geworden, wenn er auf einer einsamen Insel gelebt hätte? Welchen Reichtum hätte er dort erwirtschaften können? Vielleicht hätte er ein Haus aus Holz bauen können? Die immensen Reichtumer sind nur in Gesellschaften möglich und daher ist es sehr wohl richtig Leistung und gesellschaftliche Schuld zu verbuchen und damit rechtfertigen sich auch die Steuern, die gegen Reiche erhoben werden.

Welcher Reichtum ist gerecht?
Die volkswirtschaftliche Frage ist natürlich wie diese Verbuchung aussehen soll. Diese Verbuchung ist mit Sicherheit immer wieder neu zu bestimmen, da das Ausmaß der Leistung auch variiert und in Einzelfällen ganz erheblich abweichen kann. Während zum Beispiel Bill Gates das hilfreichste Werkzeug aller Zeiten mit erfunden hat, so hat ein Mark Zuckerberg maximal eine Infrastruktur für das Internet auf den Weg gebracht, die nicht gerade durch ihre Innovationskraft besticht. Hinzu kommt: Mark Zuckerberg hat an dieser Stelle viel stärker von bereits existierenden Reichtümern profitiert, so nämlich dem weltweiten Aufbau eines Telefonnetzes, der Verbreitung von Internetanschlüssen und der Leistungsfähigkeit von Programmiersprachen (und dies sind nur einige Faktoren, auf denen sich sein Reichtum begründet). Dass er nun für eine minimal innovative Idee, die er in 4 Wochen umgesetzt hat, Milliarden kassiert, relativiert für mich alle Leistungen, die andere viel intelligentere Menschen vollbracht haben. Wo müsste auf diese Skala der Reichtum eines Einsteins oder eines Kants verbucht werden? Wieviel Reichtum stünde ihnen zu? Unser System honoriert Leistungen, die nicht wirklich Leistungen sind.

Da wir nun nicht davon ausgehen können, dass die Superreichen die Abhängigkeit ihrer Leistungen auch eingestehen, ist ein gesamtgesellschaftlicher Diskurs sinnvoll. Über Reichtum kann nur demokratisch entschieden werden.

Dabei ist es aber auch sehr rational und verständlich, dass die Wirtschaft in der Weise argumentiert, dass sie höhere Besteuerungen ablehnen. Nach Luhmanns Systemhypothese ist es unmöglich, dass Wirtschaften prinzipiell ethisch entscheiden, da sie ethische Entscheidung nur instrumental treffen, das heißt sie entscheiden nach Profitabilität einer Entscheidung. Das heißt: Natürlich hat die Wirtschaft ein Interesse an ethischen Entscheidungen, aber nur, wenn es sich kurzfristig, mittelfristig und manchmal auch langfristig anhand der Bilanzen refinanziert. Das Problem dabei ist, dass eine ethische Entscheidung nicht immer profitabel ist und genau in diesen Punkten hat die Wirtschaft wenig Interesse. Wirtschaften müssen daher reguliert werden.

Dass die Superreichen sich hier ins eigene Fleisch schneiden, hat mittlerweile auch Warren Buffet verstanden. Spiegel Online zitiert Buffet:

“Meine Freunde und ich wurden lange genug vom milliardärsfreundlichen Kongress verhätschelt. Es wird Zeit, dass unsere Regierung endlich die Lasten gerecht verteilt.”

Und Buffet erkennt noch mehr im Hinblick auf die tatsächlich erbrachten Leistungen. Zwar trägt er ein unternehmerisches Risiko (das er bei seinem Vermögen bereits nicht mehr direkt fürchten muss), im Vergleich zum existentiellen Risiko der Armen und Mittelklasse ist dies aber nicht zu vergleichen.

“Während die Armen und die Mittelklasse für uns in Afghanistan kämpfen und viele Amerikaner sich mühen, um über die Runden zu kommen, bekommen wir Superreichen weiter unsere Steuererleichterungen”

Hinzu kommen mit Sicherheit die Risiken, die Arme im Hinblick auf ihre Gesundheit tragen, denn dort ist das amerikanische System so eingestellt, dass derjenige eine bessere Gesundheit hat, der auch mehr Geld besitzt. Über andere Menschenrechte wie Bildung möchte ich erst garnicht reden. 

Die Statistiken von Spiegel Online zum Reichtum in den USA  zeigen im Übrigen sehr deutlich, wie die Demokraten sich mit den Verschuldungen der Republikaner in den letzten 30 Jahren regelrecht abmühen mussten.

Und natürlich sehe ich weltweit einen Anstieg des Wohlstands, aber wie Ulrich Beck bereits feststellte, handelt es sich um Fahrstuhleffekte. Das heißt der Abstand zu den Reichen ist in ungerechtfertigter Form geblieben. Angesichts solcher Tatsachen wundere ich mich beständig, wie viele Menschen ein uneingeschränktes Loblied auf eine sich selbst antreibende Wirtschaft singen. Vielleicht fürchten sie die Alternative eines übermächtigen Staates, der als grober Klotz nicht mehr so flexibel wie ein kleiner Unternehmer reagiert und dann aufgrund von Grobschlächtigkeit sich eigene Gliedmaßen nach und nach abhakt. Dieses Vorurteil ist sicher berechtigt, aber wir reden hier nicht vom Ultra-Kommunismus, sondern von Gerechtigkeit, die an Realitäten umgesetzt werden soll. Dazu gehört es aber zunächst die gegenwärtige Ungerechtigkeit festzustellen. Nur weil ein paar Unternehmer jetzt mit ihren Leistungen spenden, spenden, spenden, so müssen wir doch dennoch fragen, wo denn die Gelder eigentlich herkommen, die sie da spenden. Dann müssen wir auch fragen, was mit jenen Unternehmern passiert, die einfach mal mit Absicht ganze Staaten an die Wand fahren wollen oder Unternehmen bis auf den letzten Tropfen auspressen. Aber dies ist der Vorteil, wenn in einem selbstregulierenden Wirtschaftssystem etwas schief geht, gibt es keinen Schuldigen. Schuld ist dann das System oder der generalisierte Andere wie es so schön heißt.

Und dies sei auch noch gesagt “Reichtum” im Rahmen der Gerechtigkeit ist nichts verkehrtes, aber es gibt drei Arten von Reichtümern im Hinblick auf Kapital. Kapital das aus bereits kriminellen Kreisläufen stammt (Prostitution, Drogen, Onlinebetrug, Kinderpornografie), Kapital, das aus Quellen stammt, die die gesellschaftliche Lücken der Gerchtigkeit ausnutzen und Kapital, das tatsächlich durch wahre Leistung für die Gesellschaft verdient ist.

Durch viele gute Überlegungen besticht dieser Artikel mit Sicherheit noch nicht, aber ich muss auch noch in das Thema eindringen, bis dahin könnt ihr gerne abonnieren.

Norman Schultz

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