Die Schwerkraft und die Ninjas – Wie wir Schwerkraft durch Ninjakräfte entdecken

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Bei der Schwerkraft handelt es sich natürlich um eine glasklare Sache. Wer allerdings mal in Hegels drittes Kapitel (Kraft und Verstand) der Phänomenologie des Geistes hineinschaute, der wird wissen, dass es mit den Gesetzmäßigkeiten, die wir den Erscheinungen zusprechen, schwierig ist. Natürlich muss dem Spiel der Erscheinungen ein gesetzmäßiger Zusammenhang unterliegen (denn, so schlussfolgert Kant, würde unsere Einbildungskraft nie etwas ihr gemäßes zu tun bekommen und sie würde nur ein inneres totes Liebesspiel mit sich selbst darstellen). Was ist nun aber Schwerkraft? Es mag sein, dass wir die Massen in unserem Universum als sich anziehende Materie-Teilchen interpretieren oder als Krümmungen der Raum-Zeit. Es mag sein, dass wir knallharte Naturalisten sind, dass wir einfach mal bright (wie sich ja die neue Bewegung der Naturalisten nennt) sind, doch wir unterstellen der Welt bestimmte Zusammenhänge ohne sie genau zu kennen. Gravitation bezeichnet eine Reihe von Phänomenen, die induktiv auch in Zukunft zutreffen mögen. Das heißt aber nicht, dass wir das Gesetz der Schwerkraft gefunden hätten, sondern nur, dass wir den Menschen begegnenden Phänomenen einen Erscheinungscharakter zusprechen, das heißt, dass die Phänomene auf ein unwandelbares Universum zurückverweisen. Diesen Phänomenen als Erscheinungen sprechen wir dann Gesetze zu. Das ist sinnvoll, aber nur wenn wir uns über diesen Faktor der Erscheinungserkenntnis bewusst werden, halte ich es auch für wissenschaftlich. Alles andere ist Wissenschaftsesoterik.

Experimente mit der Schwerkraft
Ich weiß noch wie in einem Realienbuch für 9. Klässler (muss ein Vorkriegsbuch gewesen sein) ein Experiment erklärt worden ist. Dieses sagte, dass ich einen Stein in meiner Hand halten und diesen fallen lassen solle. Überraschung: Der Stein fällt zu Boden. Was mich wohl als dreijährigen noch interessiert hätte, war vor dem Krieg wohl noch nicht Standard. Über Schwerkraft nachzudenken, hieß einem Geheimnis auf der Spur zu sein. Die Schwerkraft selbst als solche, obwohl immer für uns irgendwie wirksam, wurde erst entdeckt. Und selbst jetzt, da wir schon so vieles entdeckt haben, wissen wir noch nicht, was sie eigentlich genau bedeutet. Als ich in der 7. Klasse noch mit einem Klassenkameraden (Peter Nestler) darüber debattierte, dass alle Gegenstände gleich schnell fallen würden, machten wir einige Experimente mit Steinen, wir warfen auch Papier, weil uns doch unsere Intuition scheinbar einen Streich gespielt hatte. Wir wussten nicht, wie Dinge eigentlich genau fallen, auch wenn wir wussten, dass sie sie fielen. Nun die Standards des Wissens verschieben sich und heute leben wir auf einer Erde, die eine Kugel ist, ohne diese jemals wirklich erlebt zu haben. Wir denken die Welt mehr, als sie an uns ist und daher ist auch die Schwerkraft etwas, das wir für uns erst erfinden und entdecken mussten.

Das ontologisch Ferne
Unsere vagen Intuitionen werden durch das Unglaubliche stets präzisiert und dabei werden wir unseres Laiendasein in einem Universum auf dessen Grundlagen wir doch leben, immer wieder überführt. Ich muss garnichts verstehen, um in der Welt sein zu können. [Nun gut, wie der liebe Herr Gehlen sehr treffend festgestellt hat, ist der Mensch schon das Tier, das sein Leben führen muss, um überleben zu können, aber das ist ein anderes Thema.] Die Frage für mich ist eher, wie wir die Schwerkraft entdeckt haben. Wir müssen ja bedenken, dass das ontisch Nächste oftmals das ontologisch Fernste ist. Das heißt zum Beispiel, dass uns Luft ontisch sehr nah in der Weise ist, wie wir sie atmen, dennoch müssten wir Umständen niemals über diese ontologisch (das heißt über ihr Sein) nachdenken. Ich stelle also die Frage nach der Schwerkraft in der selben Weise wie die Frage nach der Entdeckung der Luft. Wir denken Schwerkraft als eine Kraft, die da sein soll und das obwohl wir eigentlich nur Erscheinungen in unserem Verstand aufeinander beziehen.

Geheimwissen der Ninjas?
Nun gut eigentlich wollte ich hier heute keinen philosophischen Beitrag basteln, sondern über Ninjas schreiben. Dabei habe ich mich gefragt, warum mich Ninjas als Kind so fasziniert haben. In Amerika ist das ja ein großer Hype. Zu der dortigen Generation gehört es einfach Ninjas ständig als Vergleich heranzuziehen (das andere große Thema sind Zombies – Jede Woche fand ich dort am Eingang zur Students Lounge der Philosophen ein neues Zombiewarnschild). Ich bin schnell zu dem Schluss gekommen, dass ich als Kind fasziniert war, von den Fähigkeiten der Ninjas, die an einem selbst vielleicht noch zu entdecken waren. Heute als Ausgewachsene sind wir ja vorwiegend frustriert, weil wir wissen, dass wir alles schaffen können, uns zu den meisten Dingen allerdings die Zeit fehlt. Als Kind (oder auch als Esoteriker) wünscht sich jemand jedoch einfach eine geheime Kraft in sich, die einem dasselbe Feld der Körperbeherrschung eröffnet wie dem Ninja. Es scheint als wären Menschen dazu prädestiniert, die Kräfte der Erscheinungen eben auch durch den Verstand, der diese erkennt, immer besser zu beherrschen. So hält sich bis heute noch der Mythos vom Geheimwissen, einem Wissen im Verstand, das uns mystische Kräfte verleiht und wie von Zauberhand beherrscht werden kann. Ich glaube nach langem Studium, dass es kein Geheimwissen gibt, sondern dass alles harte Arbeit ist. Wenn ich dann einigen Studenten (wobei das ja teilweise auch ältere Herrschaften sind, da sie ja oftmals in der Rente nochmal studieren beginnen), dass wir im Grunde alle dieselben philosophischen Voraussetzungen haben und auch die Physik kein Feld mit sieben Siegeln sein muss, dann sind diese oftmals erstaunt. Ich glaube aber tatsächlich daran, dass wir Menschen so gleich sind, dass weniger Genies in den Mittelpunkt rücken als vielmehr harte Arbeit. Insgeheim wünsche ich mir jedoch dennoch, im Herzen ein Ninja zu sein.

Nun gut der Beitrag gerät durcheinander. Was bedeuten nun Ninjas und was hat das mit Schwerkraft zu tun? An Ninjas verkörpert sich die Idee eines Geheimwissens um menschenunmögliche Kräfte und das fasziniert, so als könnte ein Kind Superkräfte bekommen. Und wer möchte keine Superkräfte? Eine Freundin von mir sagte, sie hätte auch immer gerne Superkräfte gehabt. Als ich fragt welche, antwortete sie, dass sie Schnelligkeit bevorzugen würde. Warum? Weil sie dann immer ganz schnell weglaufen könnte. Nun gut, was aber entdecken wir an dem anscheinend Unmöglichen und tatsächlich Unmöglichen? Wir entdecken die Kräfte der Natur überhaupt und genau das zeigen uns Ninjas. Sie zeigen uns die Kräfte, aber auch, dass sie überwindbar sind. Ninjas sind Visionen von den menschlichen Leistungen, die allerdings potentiell in jedem angelegt sind, wenn nur der richtige Meister diesen rohen Diamanten (der wir ja selbst sind) nimmt und ihn in die richtige Form zurecht schleift.

Der Sportler als Ninja?
Das Internet vermittelt nun mittlerweile die Grenze zwischen Unmöglichkeit und Möglichkeit, indem wir unglaubliche Sportler und Sportarten sehen können wie hier:

Es scheint nun so, dass die Schwerkraft nicht diesen Sportlern in ausreichendem Umfang erklärt worden ist, zumindest in der Art wie wir Schwerkraft bisher kannten. Gut aber die Überschläge können dem Internetgebildeten kein Staunen mehr entzaubern, obwohl wohl kaum einer von uns dies kann. Der Grund ist tatsächlich der, dass wir diese Schwerkraft-Körper-Beherrschung im Internet schon zur Genüge gesehen haben. Höher, schneller, weiter, besser, das ist wohl der Einfluss des Internets. Es macht alle Leistungen des Menschen gegenwärtig und bringt uns dabei über uns hinaus.

Schön ist auch der Gedanke, dass es beim Internet dabei nicht mehr so stark um den Kampf zwischen zwei Parteien (wie bei den meisten Sportarten) geht, sondern dass die Ästhetik stärker in den Mittelpunkt rückt. Zwar gibt es schon solche Sportarten, die auf Ästhetik setzen, diese spielen allerdings bei den olympischen Spielen (als Indikator für die wichtigsten Sportarten) eine untergeordnete Rolle. Die ästhetische Ballsportvariante ohne Siegeswillen gibt es jedoch hier:

This guy is a Ninja!
Gut, aber ursprünglich wollte ich ja über Ninjas schreiben. Ninjas? Nun, wir haben mit Sicherheit ein paar Ninjas des Sports gesehen. So zumindest würde der durchschnittliche Kommentar eines Amerikaners meines Alters lauten. „This guy is a Ninja“. Was wir aber eigentlich dabei sehen, ist das Zusammenwirken von Schwerkraft und Körper und die damit weitere Entdeckung einer speziell körperlichen Schwerkraft. So wie die Schwerkraftexperimente Neil Armstrongs auf dem Mond spielen auch diese Experimente eine Rolle für uns, wenn wir Schwerkraft verstehen. Zwar ist dies kein physikalischer Zugang, der Körper aber ist immer unser erster Zugang und die Projektionsfläche für alle Naturphänomene. Ohne die Haut an der Welt, wäre die Welt als diese einfach nicht zugegen. Es gibt sogar Theorien, die den ganzen Sinnes-Apparat als eine solche Auseinandersetzung mit dem Auftreffen von Welt auf Sinnesflächen interpretieren.

Aber ist die Welt nur das Auftreffen auf Körperflächen? Nun fragt sich ja noch, was das Denken selbst ist, das sich eben nicht in den Sinnen zeigt und mehr als Weltberührung ist, die Welt aber doch zu der einen, die wir denken zusammenfügt. Die Seinsfrage bleibt dabei immer noch akut. Denn hinter allen Gegenständen und ihren Eindrücken auf uns, fragt sich immer noch, was das den Eindrücken inneliegende Sein ist, so dass wir diese zusammennehmen können und überhaupt als Gegenstände in einer Welt (die wir ja in Gänze nicht kennen) verstehen. Nach dem Körper beginnt doch erst die Welt in ihre Gegenwart gegenüber einer Seele zu treten. Was aber ist diese?

Mönche und Ninjas
Die Mönche können diese Frage angeblich beantworten. Ninjas aber haben die Antwort von ihnen gestohlen und missbrauchen sie in anderer Weise. Ninjas haben eine Scheißegal-Einstellung. Das ist die parallele Einstellung zu den Mönchen, denen im gewissen Sinne auch alles scheißegal ist, allerdings nur im Rahmen ihres Gleichmuts. Ninjas aber sind weder gut noch böse, sondern einfach unberechenbar und als amerikanisches Netzphänomen haben sich daher auch folgende Fakten etabliert: 
Ninjas
1.    Ninjas are mammals.
2.    Ninjas fight ALL the time.
3.    The purpose of the ninja is to flip out and kill people.
Ninjas sind Mysterien und wir können sie nicht wirklich verstehen. Sie sind zu einem Teil der Kraft geworden, die wir kennen, aber die wir selbst nicht mehr verstehen. Einerseits haben Ninjas Ehre, andererseits interessieren sie sich nur für sich selbst. Ein Ninja ist wohl am Widerspruch in sich gewachsen. Sie halten die  Widersprüche des Buddhismus in anderer Weise aus. Zwischen dem Wunsch nach Ehre und Frieden und dem Töten für den Frieden als ihr Ziel machen sie vor allem eins: Kämpfen.

Ninjas als Waffe der Amerikaner
Wohl verständlich, denn im Zwiespalt der Geschichte wurden Ninjas bald zu einer Waffe, bald zu Eigenkämpfern. Ninjas wurden von allem und jedem eingesetzt. Ninjas sind heute zumeist nicht mehr politisch, sondern alles. Geblieben sind nur ihre Fähigkeiten, die sowohl zum Bösen als auch zum Guten eingesetzt werden können. Und so sind auch die Amerikaner ganz froh, wenn „the deadliest art of the orient is now in the hands of an American“.

Die Frage verbleibt nun angesichts menschlicher Vermessungskunst der Welt, nämlich dem begrenzen durch Denken und Sinne: Wurde die Schwerkraft von den Ninjas oder die Ninjas von der Schwerkraft erfunden? Es ist eine Frage, die wohl an allen Grenzen liegt und sich auch so transformieren lässt: Wie menschlich ist die Welt, wenn wir sie nur denken können?

Bis dahin Norman.

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The most interessting Man in the World (neues Video)


Mal zur Übersetzung: Wenn er dir auf die Schulter klopfen würde, würdest du es in deinem Lebenslauf anführen.

Wieder so vieles an Zeit verstrichen und schon ist der interessanteste Mann der Welt uns wieder um Weiten voraus. Wohin verschwendet einer nur seine Zeit?

Bis dann erstmal :)

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Verjährung und sexualisierte Gewalt an Kindern

In einem Gastauftrag von Liza Stein habe ich mich der Frage nach Verjährung in besonders schweren Fällen der sexualisierten Gewalt gegen Kinder gewidmet. Der Beitrag kann auf „Netzwerk Betroffener sexualisierter Gewalt“ nachgelesen werden.

Die Frage nach der Verjährung in Fällen sexualisierter Gewalt gegen Kinder war im Rahmen der Gerechtigkeitsbegriffe, die unser Miteinander prägen, relativ schwierig zu bearbeiten. Und es ist eine vertrackte Argumentation geworden. Mein Argument lautet, dass der Staat mit der Gewährung der Verjährung und der Verwährung der Klagemöglichkeit des Opfers zwar versucht Ausgleichsgerechtigkeit herzustellen, zugleich aber damit die grundlegende Gerechtigkeit, sich als freie Person entwickeln zu dürfen, dem Opfer verwehrt. Die Schwierigkeit als Opfer Klage zu erheben, hängt mit der Schwere der Tat zusammen, die es dem Opfer über Jahre verunmöglicht sich überhaupt an die Taten zu erinnern. Der Täter nimmt dem Opfer also  die Möglichkeit sich frei zur eigenen Vergangenheit zu verhalten. Die Gewährung auf Verjährung als Ausgleichsgerechtigkeit ist daher nicht im Sinne unseres Rechtsstaat, da die verwährte Freiheit für das Opfer für unseren Staat erst die Grundlage von Ausgleichsgerechtigkeit darstellt. Es geht ganz prinzipiell darum eine freie Person sein zu dürfen und zwar im höchsten existentiellen Sinne. Gerade hier widerspricht sich der Staat, wenn er das Prinzip der Ausgleichsgerechtigkeit gegenüber dem Täter, nicht mehr auf ewig verfolgt zu werden, gewährt, während er aber das fundamentalere Prinzip, die prinzipielle Freiheit jedes Mitbürger zu ermöglichen, mit der Ablehnung der Klagemöglichkeit verwehrt.

 Die Darstellung ist nun sehr theoretisch, spiegelt aber das Niveau der Problemlage wieder. Christine Bergmann, die ja als Bundesbeauftragte für die Fälle sexualiserter Gewalt eingesetzt worden ist, und bei Markus Lanz noch bekannt gab, alle Briefe der Betroffenen gelesen zu haben, mag hier um gewissen Ausgleichsgerechtigkeit bemüht sein, damit ist aber der Grundsatz der Gerechtigkeit noch garnicht berührt. Ich hoffe daher mit meinem Gastbeitrag einen anderen Weg der Thematisierung eingeschlagen zu haben und das Augenmerk stärker auf die prinzipielle Verletzung der Freiheit des Betroffenen zu lenken. Näheres zu der Problematik mit Christine Bergmann zeigt der folgende Bericht:




Zu den Grenzen der Menschheit:
Wir müssen uns doch fragen, welche Form der Gerechtigkeit wir wollen. Dabei sind zunächst die Forderungen recht einfach. Die Durchsetzung verfängt sich aber in einem System, das immer stärker zu den einzelnen Fällen durchdifferenziert. Das Prinzip der Gerechtigkeit ist kein einfaches und findet im Rahmen der Entwicklung unserer Geschichte nur Würdigung, wenn wir bereit sind, dieses immer weiter zu differenzieren, wie unsere übrigen Systeme sich auch stärker und stärker differenzieren. Dieses habe ich in dem Gastbeitrag versucht, indem ich die letzte Grenze unserer Gesellschaft thematisiert habe: Die menschliche Freiheit sich in diesem Staat frei verhalten zu dürfen.

(Selbst Durkheim erkennt ja bereits den Zusammenhang zwischen der Differenzierung unserer Gesellschaft und der Differenzierung unseres Rechtssystems. Als er sich fragt, wie die Differenzierung von Staaten gemessen werden kann, postuliert er diesen Zusammenhang und untersucht die Rechtssysteme verschiedener Staaten empirisch.)

Philosophischer Nachtrag:
Das Thema war bereits Frage meiner Magisterarbeit gewesen, wo ich in ähnlicher Weise untersuchte, ob sich aus den prozeduralen Bedingungen unseres Rechtssystems substantielle Ableitungen gewinnen lassen. Die Schwierigkeit meiner vorgeschlagenen Argumentation ist mir also bewusst, ich gehe allerdings davon aus, dass die prozeduralen Bedingungen unseres Miteinanders substantiell verpfllichtend sind.

Gegen Missbrauch: Hand
Von füthart
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Sind Hunde moralisch? (Gastbeitrag: Meine philosophische Analyse auf www.hundepups.de)

Die letzte Woche war ich vorrangig damit befasst, Gastbeiträge zu verfassen. Der erste in der Reihe ist nun ONLINE gegangen und ihr könnt ihn auf der Seite von Silas Hund nachlesen.

2 cats and one dog
Das ewige Duell, aber wer ist moralisch: Hund oder Katze? Foto merlinprincesse

Über Hunde nachzudenken, war natürlich ein auf den ersten Blick schwieriges Thema. Letzten Ende eröffnet es aber das übliche Spektrum an Fragen: Wie sehen Hunde die Welt, sind Hunde moralisch, was bedeuten sie für uns. Eine Teilantwort könnt ihr dann aber dort erfahren.

Liebe Grüße Norman

P.S. Jeder muss klein anfangen :)

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Liqidatoren und Fukushima

Der bessere Beitrag zu Fukushima und Tschernobyl ist hier zu finden: http://zukunft-erde-mensch.de/tschernobyl-und-unsere-zukunft-verstehen/

Scheibchenweise bekamen wir Information, doch die eigentliche logistische Herausforderung schien erst anzustehen.

Sollte ein Sarkophag gebaut werden? [Nachtrag 28.05.11 Der Bau wurde abgelehnt, aber wie zeigte, war das Kraftwerk nicht gegen die Wassereinbrüche eines Taifuns ausgelegt].

Aufräumarbeiten gestalteten sich als schwierig: Brücken, Straßen und Schienen waren zerstört. Öffentliche Verkehrsmittel können nicht genutzt werden. Wie schlimm musste es sein, wenn wir angesichts solcher Katastrophen noch auf Häuserdächern warten müssten?

Dies war für die Opfer der Fall. Die Lage der Verzweifelten. Was war mit demradioaktivem Fallout? Es gab kaum Informationen in den Nachrichten.

Fukushima I Nuclear Power Plant Location

Viele Menschen flohen nach Süden. Wer müsste den Reaktor zumauern, wenn es sich tatsächlich um eine Kernschmelze handelt? Wer sollte dort arbeiten? Wer wäre bereit sein Leben zu opfern?

Aus politischen Gründen lassen sich solche Fragen nicht stellen, aus diesem Grund gibt es auch keine Planungen. Da ja in westlichen Kraftwerken solcherlei Fälle nicht vorkommen können sollen, solle die Bevölkerung auch nicht durch unnötige Gefahrendiskussion verwirrt werden.

Irgenwann muss sich irgendwer der Gefahr stellen. Die Gefahr, die für uns Menschen eigentlich immer latent ist und von der wir uns ablenken.

Sachlich gesehen, wäre es richtig, dass alte Menschen aufgerufen werden, sich zum freiwilligen Einsatz in der Gefahrenzone melden. Bei leichten Strahlendosen würden diese den langfristigen Krebs nicht mehr erleben. In Tschernobyl kamen 600.000 – 800.000 Liquidatoren zum Einsatz. Dieser bedürfte es bei einer Kernschmelze. Es bedürfte Piloten, die Blei und Beton über den Reaktoren abwerfen, Ingenieure, die die Stromversorgung gewährleisten, Straßen bauen, Beton mischen, Blei heranfahren, kontaminierte Gegenstände aufspüren, Ärzte, Nahrungsversorgung für die Liquidatoren, Dekontaminationsmaßnahmen für die verstrahlten Gegenstände bei der Liquidation. Und dieses alles sind heroische Dienste, wo Menschen ihre Gesundheit bis hin zu ihrem Leben opfern, für eine Masse an Menschen, die sie nicht kennen.

Der wirtschaftliche Aufschwung der mit den Kernkraftwerken aufgebaut worden ist, wäre mit dieser Katastrophe teuer bezahlt worden. Für Schlussfolgerungen war es zu früh.

Norman Schultz, Mainz, 2019, Original Köln 2011.

 

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Moderne Nomaden – Die Grenzen der Länder, das Leben auf der Straße und die Grenze des Denkens

Border post manned by men from Landsturm Infanterie Bataillon 'Wesel' (VII 17), September 1916
Brauchen wir heute noch Grenzen? Ein Relikt vergangener Zeiten – von drakegoodman

Die Technik bringt das Leben auf der Straße zurück. Dieses Leben ist allerdings komfortabler als jemals zuvor. Als Gegenmodell zu unserer häuslichen Gesellschaft, wo der Garten, das Zentrum unserer persönlichen Entfaltung darstellt und das sonntagliche Rasenmähen mit gleicher Leidenschaft und Disziplin wie der Kirchbesuch ausgeführt wird, etabliert sich der Nomade; der Nomade, der sich von der Welt als solcher befreit und sein Leben als eine Reise begreift. Das Leben ist eine Reise – au revoir und bon voyage. Ausgestattet mit den technischen Devices der Moderne ist der Nomade immer an einem idealen Ort der Kommunikation und kann so die Welt in all ihren Winkeln entdecken. Die Welt ist keine Grenze mehr, die mit dem Horizont der Heimat endet, sondern der Globus, der wenigstens einmal umwandert sein will. Wenn wir überlegen, dass wir in unserem Leben ohnehin, die Welt (angeblich) zweimal vom Laufpensum umrunden, warum dann diese Welt nicht tatsächlich zweimal umrunden?
Eindrucksvoll wird dieser Lebensentwurf hier bestätigt:

Don’t be rich, Live rich – One year on the road – The good and the bad

View more presentations from nomadznu

Das also ist auch irgendwo mein Ziel. Ein Leben innerhalb der Grenzen der Erde zu erleben. Warum bedarf es heute noch der Grenzen? Wir sollten daran gemeinsam arbeiten, dass die Welt sich von diesen willkürlich gezogenen Linien auf ihren Landkarten befreit. Denn die Grenzen sind wohl kaum in der Natur begründet.
Hierin ist auch die Freiheit der Gedanken begründet, dass diese sich nämlich nicht in den Grenzen der Gemeinschaft befinden. Die Freiheit der Gedanken entäußert sich in der Freiheit, dass Gedanken überall gedacht werden können und sie damit ihren Wert überall behalten. Die Grenze ist nicht mehr die Welt, sondern nur noch das Denken wird Begrenzung. Erst mit dieser Befreiung kommen wir zu der Frage, was die Grenze des Denkens ist.

In eigener Sache
Was sind eure Grenzen? Ich überlege gerade daran ein Denkprodukt zu entwickeln. Im philosophischen Rahmen ist dies schwer. Es zeigt sich aber, dass Denken in der Lage ist Grenzen geordnet aufzulösen und damit Grenzen zu überwinden. Es muss also darum gehen Grenzen neu zu verstehen. Vielleicht kann ich helfen Grenzen in sich selbst zu überwinden oder Grenzen in sich und in der Menschheit überhaupt festzustellen. Solche Reflexionen werde ich daher demnächst immer an meine Posts anschließen.

Und nochmal in eigener Sache: Probleme mit dem Gefällt-mir-Button

Im Übrigen könnt ihr auf den Likebutton klicken. Leider werde ich nämlich von Facebook als nicht vertrauenswürdige Seite geführt, so dass ihr dann nochmal auf Bestätigen klicken müsst und dann nochmal auf sharen. Dazu hat natürlich niemand Lust. Warum ich nun vertrauensunwürdig bin, sagt einem natürlich niemand, aber es heißt, dass man die Vertrauenswürdigkeit durch Leute, die darauf klicken, zurückgewinnen kann :) Also klickt was das Zeug hält, wenn euch etwas gefällt :)

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Grenzen des Fussball – Distanzschüsse zwischen Zufall und Notwendigkeit

Soccer
Distanzschüsse sind oft Verzweiflungstaten Foto:Ashelia

Distanzschüsse sind Glück. Was mich daher bei der Sportstudiowahl zum Tor des Monats immer wieder stört, sind Tore, die aus der Distanz erzielt werden. Natürlich gehört dazu auch einiges an Talent den Ball in die richtige Richtung zu dreschen, allerdings sehe ich bei diesen Verzweiflungstaten oftmals mehr Glück als Verstand. Zumeist hätte die Situation oftmals intelligenter gelöst werden können und die Brechstange wäre besser im Gepäck geblieben.

Wenn wir überlegen, dass pro Bundesligasaison abertausende solcher versuchten Schüsse praktiziert werden, so können wir schlussfolgern, dass ja irgendwann Tore reingehen müssen. Diese Tore sehen wir dann im Tor des Monats. Deswegen verwundert es auch nicht, dass 2.Ligatore dabei sind und vollkommen unbekannte Spieler. Interessant wäre hier eine statistische Auswertung zu diesem Thema.

Aufgrund des Glücks solcher Schüsse aber prämiert das Sportstudio meiner Meinung zumeist nicht den besten Spieler, sondern denjenigen, der das größte Glück hatte. Der ein oder andere mag nun argumentieren, dass dieses aber die magischen Momente seien, die den Sport so interessant machen würden. Diese Meinung teile ich nicht. Das Verlangen des Menschen ist es doch, dass er Erfolge durch Leistung erzielt.

Bei jedem Spiel, dass von einer strategischen Ausrichtung geprägt ist, geht es daher darum zufällige Glücksmomente so weit wie möglich zu reduzieren. Da im Fussball mit der geringen Anzahl an Toren ein zufälliges Tor zum Beispiel tödlich sein kann, ist die Order in der Nationalmannschaft nicht zu foulen. Löw vermeidet hier lieber das Risiko eines „Lucky Punch“.

Aufgrung aber der Tatsache, dass Spiele durch tatsächliche Überlegenheit gewonnen werden, gefallen mir auch Spielzüge mit mehreren Stationen, die zu Toren führen. Diese zeigen auch, dass Fussball ein Teamsport ist und nicht aus Einzelaktionen besteht. Hier also meine Tore des Monats, die für mich jedes Fernschusstor überragen:

Die Spanier haben diese Spielweise natürlich mit ihrem Karusselspiel verstanden. Das heißt aber nicht, dass ich dieser Spielweise im Vergleich mit schnellen Konterspielzügen den Vorrang gebe. Es heißt nur, dass ich einen Teamsport sehen will und keine verzweifelten Hau-Drauf-Idioten.

Was heißt das für uns? Wir können Glück haben im Leben, je mehr wir allerdings im Team unsere Kräfte einsetzen, desto weniger sind wir abhängig von Glück und desto mehr kommt unsere Leistung zum Tragen. Dies gilt für die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Politik und die Bildung. Also nicht verzweifelt Lotto spielen, sondern Teambuilding ;)

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Was bedeutet der Traum vom Reich werden? Interview von Sebastian Prestele auf seinem Blog

Money
Ist Reichtum ein Arschloch? TheAlieness GiselaGiardino²³

Seit einiger Zeit lese ich den Blog von Sebastian Prestele „TraumReichWerden„. Als wohl erfolglosester, aber dennoch professioneller Lottospieler der Welt kann ich natürlich nicht verhehlen, dass mich dieser Traum auch reizt. Was aber bedeutet Reichtum? Letztlich ist dieser Traum diffus, wenn er keine konkreten Gedankenformen annimmt. Geht es dabei vielleicht um mehr als nur die materiale Seite?

Diesen Themen widmet sich der Blog. Natürlich ist Geld dabei wichtig, Sebastian beleuchtet das Thema allerdings von vielen Seiten. Die zentrale These lautet, dass äußerer Reichtum von innerem Reichtum kommen kann. Daher ist der wohl aktivere Weg, wo einer wie ich zum Beispiel nicht jede Woche auf seinen Lottogewinn hoffen muss, an sich selbst zu arbeiten. Dies ist notwendige Bedingung, wenn jemand auf ehrliche Weise reich werden will. Diese aktive Seite aber muss in uns kultuviert und ausgereizt werden. Der Blog bietet dafür gute Motivationsquellen und zeigt Wege zum Reichtum auf. Zudem kommt hinzu, dass Sebastian ein sehr sympatischer Mensch ist und nicht einfach nur am schnöden Mammon interessiert ist, sondern dabei auch immer die Gemeinschaft im Blick hält.

Wenn ihr euch für das Interview interessiert, das er mit mir zu den Themen Reichtum geführt hat. Dann schaut doch einfach mal den Artikel an

Die Philosophie des Reichtums – Ein Interview mit dem Philosophen Norman Schultz

 

 

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Angebot einer philosophischen Analyse für deinen Blog aus der Reihe: Ein Philosoph denkt für euch nach

Le Penseur ... enfin ....  je pense !
Zum Denken über das Sein verdammt. Der Denker von Rodin.

Wollt ihr eine individuelle Analyse eines Begriffs auf eurem Blog? Benötigt ihr für die Sommerpause einen durchdachten, differenzierenden und kostenlosen Gastbeitrag zu einem eurer Keywords, womit ihr euch von anderen Konkurrenzblogs abhebt?

Solltet ihr dann nicht jemanden fragen, der sich berufsmäßig mit den kühlen und nüchternen Denkstrahlen auseinandersetzt? Einen Philosophen? Um im Werbeslang zu bleiben: „Dann fragt mich.“

Es gibt zwar viele Vorurteile gegenüber den abgehobenen Philosophen, die sich in den Dimensionen des Geistes verlieren. Aber nicht alle Philosophen sind Freunde der Weisheit. Es gibt auch Philosophen, die sich nicht nur für die Geschichte der Philosophie und ihre kleinen Weisheiten interessieren, sondern Philosophen, die sich genauso für das Denken interessieren. Im Denken traut einer nicht den überlieferten Marotten von Bildungspolitikern, sondern kultiviert nur eins: Das Denken selbst und das immer wieder. So kühl und nüchtern ist dieses Abenteuer zwar, aber die Königsdisziplin des Kopfzerbrechens, woher alle anderen Wissenschaften ihre Prinzipien borgen, besitzt die entscheidende Dramatik, die euch zu neuen Ideen und Einfällen bringen kann oder Probleme in eurem Denkbereich aufzeigt. Denken hat eine einzigartige Kraft und den entscheidenden Schritt des Denkens kann man vielfach beobachten, wie zum Beispiel hier:


Worüber denken Philosophen nach?
Natürlich denken Philosophen wie einst der Denker von Rodin über die unlösbaren Probleme des Seins nach und versuchen diese überhaupt zu erfassen. Nebenbei erwerben sie aber die einzigartige Fähigkeit des Denkens, nämlich des Zergliederns von Gedanken und dem Vereinigen von Puzzlestücken. Dieses muss als Ausrüstung gar vor jedem Denkextremsport, wenn es zu den Grenzen des Denkbaren geht, bedacht sein, andernfalls droht der Absturz in haltlose Systeme, der Absturz in den Unsinn des Denkbaren. Diesen Absturz im Denken haben schon viele selbst erlebt, wenn die auftretenden Widersprüche der Gedankenketten nur noch die Flucht in das Leben zuließen. Besser nicht nachdenken, heißt die Divise. Doch könnte es sein, dass damit ein Schlüsselmoment der notwendigen Wissenserweiterung verpasst wird?

Natürlich jedes Geheimnis enthält als Lösung immer nur ein noch größeres Geheimnis. Daher setzte Rodin seinen berühmten Denker auch über das Höllentor, der dort auf ewig dazu verdammt war, über den Sinn von Sein nachzudenken. Das Wunderwerk die Welt zu verstehen, kann die Philosophie nicht leisten, wohl aber verstehen, was die Grenzen des Denkbaren sind. Das heißt ich verspreche euch nicht, das Blaue vom Himmel zu holen; ich werde euren Denkbereich nicht revolutionieren, wohl aber zeigen, wo die Grenzen der Begriffe liegen, die ihr verwendent.

Die Grenzen des Denkens
Jeder muss doch in den Grenzen dieser Begriffe verbleiben, insofern er schreibt und argumentiert. Manchmal aber stellt er Behauptungen auf, die diese Grenzen überschreiten, so wird zum Beispiel entweder ein System des Geistes (Esoterik) oder umgekehrt ein System der Natur (physikalischer Determinismus) erschlossen. Dass dieses aber in der simplen Setzung nicht denkerisch zu begründen ist, das zeigt der Philosoph. Diese Grenzen zu bestimmen, ist eine der Kompetenzen von Philosophen.

Natürlich die Grenzbestimmung selbst ist auch wieder eins der äußersten Unterfangen, mit dem wir in der Menschheitsgeschichte erst am Anfang stehen. Auch der Denker steht noch unter Spannung. Und so zeigt ihn auch Rodin in seiner Skulptur: In starker Anspannung drängt dort seine innere Geisteshaltung nach Außen und durchzieht jede Muskelfaser. Sein Außen wird auf die innerste Frage zurückgeworfen. Analysieren und Zusammenfügen, die Zwischenschritte nützen, aber das Problem löst sich nicht vollends. Eine ähnlich durchdachte Dramatik des Denkens will ich für euren Blog versuchen.

Mein Vorschlag
Wenn ihr einen Blog habt, so biete ich für euch an, bestimmte Probleme, die euren Blog betreffen in kostenlosen Gastbeiträgen, zu analysieren. Da ich ein sehr gutes Studium hinter mir habe und es  mit 1,0 abschließen werde und da ich bei den berühmtesten Philosophen der Welt mit Bestnoten bestanden habe, ist dies vielleicht eine Gelegenheit für euren Blog, eine individuelle Analyse eines Begriffs zu erhalten, die ihr sonst nirgendwo in dieser Form finden werdet. Zudem habe ich bereits vielen Studenten an der Uni, verschiedene Systeme des Denkens näher gebracht, das soll nicht heißen, dass ich es daher prinzipiell besser mache als ihr. Jede Form des Denkens ist in gewisser Weise gemäß, aber hier habt ihr die Möglichkeit, einen Begriff nach den Mustern der akademischen Philosophie in zergliederter Form zu erhalten.

Ich habe an der renommierten Duquesne-University (Privatuniversität) in Pittsburgh studiert (so zum Beispiel bei Robert Brandom, Tom Rockmore) und das Jahr auch dort als Bestnoten abgeschlossen. Das mag sich für den ein oder anderen als protzig anhören, aber es soll doch nur darauf verweisen, dass ihr nicht ein haltloses sokratisches Geflüster erhaltet. Was ich biete, ist also die akademische Analyse eines Begriffs, der vielleicht für euch ein Keyword in eurem Blog darstellt. Daher könnte es von großem Nutzen sein, wenn ich diesen mit meinem philosophischen Rüstzeug auseinandernehme. Ihr werdet eine Analyse bekommen, die nirgendwo sonst zu finden ist und euch damit von der Konkurrenz (insofern ihr einen kommerziellen Blog betreibt) abhebt. Diese Analyse soll folgende Kriterien erfüllen:

  • Verständlichkeit (ich will keine abgehobene Philosophiegeschichte reproduzieren, sondern mich nur dem Begriff widmen)
  • Scharfsinnigkeit (ich möchte etwas an dem Begriff entdecken, was so noch nicht gedacht worden ist, aber dennoch euch und eure Leser weiterbringen kann)
  • Kürze und Prägnanz (damit möchte ich mich selbst zu kürzeren Formulierungen zwingen, schließlich will ich auch etwas lernen.)

Wenn ihr daran Interesse habt, dann schlagt bitte das Themengebiet in den Kommentaren vor oder added mich auf Facebook und schickt mir eine Nachricht.

Was erwarte ich mir davon?
Natürlich mache ich das nicht nur allein aus Menschliebe (obwohl es mir Spaß macht, hätte der Gandhi in mir besseres zu tun). Die Bedingung dafür, dass ich das mache, ist allein, dass ihr auf diesen Beitrag verlinkt (und mich vielleicht in eure Blogroll aufnehmt).

Mögliche Themen
Ich möchte mal ein paar mögliche Themen nennen, die in Frage kommen könnten, bin allerdings für alle Vorschläge offen:

  • Was bedeutet Reichtumg/Fortschritt/Entwicklung?
  • Die Frage nach der Technik
  • Was bedeutet für uns Krankheit und was bedeutet Tod?
  • Was ist Persönlichkeit? Wie begreife ich mich als Einheit?
  • Fragen nach der multiplen Persönlichkeit
  • Was ist Glück?

Ich hoffe also, dass dieser Vorschlag überhaupt auf Resonanz stößt und freue mich auf eure Anfragen in den Kommentaren :) Und vielleicht empfehlt ihr den Beitrag weiter.

Viele Grüße Norman Schultz

Nachtrag: Ich entschuldige mich für die vielleicht dem ein oder anderen unangenehme Selbstdarstellung in diesem Beitrag. Die Tatsache, dass ich meine Noten darstelle, hängt damit zusammen, dass ich zeigen möchte, dass ihr auch etwas Qualitatives bekommt. Philosophen wird ja oftmals unterstellt, dass sie vor allem eines tun: Dahinfaseln. In der Anonymität des Internets kann natürlich jeder kommen und von seinen Bestnoten schwärmen. Ich hoffe aber, dass ihr das Ganze nicht als erbärmlichen Selbstdarstellungversuch wertet, sondern seht, dass ich nur aufzeigen möchte, warum es für bestimmte Menschen in Frage kommen kann, einen Beitrag von mir zu wünschen. In meinen Magister ist viel Schweiß und Herzblut geflossen. Es ist aber nicht so, dass ich daher Menschen (zum Beispiel ohne akademischen Abschluss) degradieren möchte. Ich möchte damit nicht sagen, dass persönliche Philosophien keine Rolle spielen. Diese soll es und muss es ausdrücklich geben. Was ich allerdings als Fachphilosoph in meinem Studium erschlossen habe, ist genaue Logik und die Auseinandersetzung mit den Grenzen des Wissens – das mag manchem als matematisch und kühl vorkommen, ist aber das, was gute Fachphilosophien immer auch bestimmen muss. Ich hoffe ihr versteht das und seid neugierig, auf das, was kommt. Ich bin froh, dass sich ein paar schon bei mir gemeldet haben :)

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Jonglieren zu den Grenzen und die Kraft des Internet

Ich weiß noch, wie ich mir vor Jahren (es muss um 2001 gewesen sein) ein Buch zum Thema Jonglieren kaufte. Anhand schlechter Abbildung versuchte ich mir eine gewöhnliche Kaskade beizubringen, was ich nicht schaffte. Für Manchen, der regelmäßig jongliert, mag das wundersam erscheinen, aber für mich erschien das unmöglich. Erst nachdem ich beim Studium ein paar Freunde kennenlernte, brachten diese mir das Jonglieren praktisch bei. Heute bekomme ich es mit vier Bällen hin, worauf ich kindlich stolz bin.

Was aber an den Buch zum Jonglieren sehr interessant war, war eine Argumentation, warum das Jonglieren mit mehr als 6 Bällen unmöglich sein sollte (es war ein altes Buch). Soweit ich mich erinnere, argumentierte der Autor, dass das Problem einerseits in der Höhe bestehe, in der die Bälle geworfen werden müssten. Denn es ist klar, der Jongleur muss die Bälle höher werfen, um mehr Zeit zu haben, die anderen Bälle zu fangen und wieder abzuwerfen. Je mehr Bälle, desto höher muss er also werfen oder desto schneller muss er sein. Bei der Höhe kommt aber hinzu, dass er je höher die Bälle fliegen, den Abwurfwinkel immer genauer bestimmen muss, daraus schloß der Autor, dass es unmöglich sei, mit mehr als 6 Bällen zu jonglieren. Und nun seht euch das mal an:

Das Internet verändert die Geschwindigkeit der kleintechnischen Anwendungen. Es ist ein kleines Mem, das beweist, dass Jonglieren mit mehr als 6 Bällen möglich ist und spornt andere an, dieses zu imitieren. Daher ist es mittlerweile für Jongleure Standard mit 5 Bällen zu jonglieren. Ich werde die nächste Zeit etwas über die Entwicklung des Jonglierens recherchieren und hoffe dabei den Einfluss des Internets auf die Beschleunigung dieser Technik zu überprüfen.

Eines der spektatkulärsten Beispiele habe ich hier bereits gefunden:


In eigener Sache

Mich würde interessieren, welche Themen zu den Grenzen der Menschheit ich noch aufbereiten sollte. Ich würde gerne den Bekanntheitsgrad dieses Blogs erhöhen, allerdings stellt sich das als schwierig heraus. Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder dieser Blog bildet mit seinem Reflexionswissen einen uninteressanten Stoff, der für niemanden einen Mehrwert bedeutet, was hieße, dass ich mich auf einen anderen Themenbereich fokussieren sollte oder aber, ich betreibe einfach schlechtes Marketing. Ich würde mich freuen, wenn sich einige mit konstruktiven Kommentaren zu Wort melden könnten.

Vielen Dank Norman :)

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