Archiv fü Kategorie Philosophie & Kulturgrenzen

König der Langeweile – Gottschalks letzte Sendung “Wetten dass..?”

1. Dezember 2011
"Wetten dass..?" Kunstwerk der Langeweile (CC_Foto)

"Wetten dass..?" Kunstwerk der Langeweile (CC_Foto)

Gottschalks Erben tun sich schwer. Die Philosophie der 80er Jahre Show-Unterhaltung lässt ein modernes Publikum kalt. Da wird eine Sendung rumgereicht, die noch 8 Millionen Zuschauer schauen und keiner will sie haben. In ihrem Blog www.pusteblumenbaby.de hat Maja ja schon einige Gründe aufgezeigt, warum diese Sendung schwerer zu vermitteln ist, als ein Müllmann auf einer elitären Partnerbörse für Singles mit Niveau. Das Problem die Sendung ist ein Tempel der Langeweile. Nirgendwo werden Stars so unbedeutende Fragen gestellt und nirgendwo wird Langeweile so lange transzendiert bis es Meditation ist. Aber da geht der Schwiegervater Thomas Gottschalk mit einer alten Dame schwanger, die er abgehalftert noch an den Mann bringen will und kann nicht mal mit einer noch stattlichen Mitgift einen Heiratsschwindler finden. Das sinkende Flaggschiff, die letzte große ZDF-Samstag-Abendunterhaltung, ist wie eine Titanic auf ihrer letzten Fahrt. Da werden auf dem Deck noch die Stars hin und her kutschiert, während der Eisberg der Zeit längst die Löcher in den Rumpf gerissen hat und Gottschalk schon im Rettungsboot sitzt. Einzig Stefan Raab, das größte Ego der Welt, könnte der Showphilosophie wohl noch neues Leben einhauchen und mit anarchischer Laune die langweilige Philosophie gehörig überarbeiten. Lesen Sie den gesamten Eintrag »

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Die Philosophie der Automatisierung – Grenzen des automatischen Bloggens

17. September 2011
Steel Vertorama

Spionageaufnahme der ersten Blogmaschine (CC_Foto: Marty.FM)

Mit der richtigen Internetphilosophie lassen sich Milliarden verdienen, zumindest wenn jemand die Infrastruktur erfindet, auf die alle angewiesen sind. So mit Sicherheit geschehen bei dem Facebookgründer, Marc Zuckerberg. Durch geschickte Deprivatisierung privatisierte der amerikanische Privatmann das Private. Ein philosophisch dialektischer Geniestreich. Da erhält einer Milliarden, weil er eine billige Plattform zur richtigen Zeit auf den richtigen Kasten bringt. Auch Google muss schließlich mit dem neuen GooglePlus in die Philosophie des Social Networkings vorstoßen, um sich hier nicht alle Butter vom Brot nehmen zu lassen. Es geht dennoch ganz unphilosophisch um das Schnöde, das Geld.

Netzwerkerphilosophie

Social Networking ist zu einer Kernkompetenz von Websitebetreibern geworden. Wer es schließlich in den Google-Suchlisten nicht nach ganz oben schafft, der bekommt vielleicht Besucher über dir richtige Netzwerkphilosophie. Dieser Wunsch nach Verdiensten verändert ähnlich wie Facebook die Netzstruktur. Die Grenzfrage ist: Wie nachhaltig?

Grenzen des Internets

Das Internet bedient mit den neueren Verdienstmöglichkeiten einen Goldrausch. So zum Beispiel im Falle des Affiliate-Marketings, hier bekommt ein Seitenbetreiber Provision, wenn sich ein Interessent für ein von ihm beworbenes Produkt auf einer verlinkten Seite entscheidet. So investieren mittlerweile viele Schüler mit inhaltsleeren Mode- und Fotoblogs, Techniknerds, Babyinhaber oder andere Freizeitbesitzer kräftig in den Aufbau einer eigenen Bloglandschaft, wo sie dann allerlei Produkte an andere Nutzer weiterempfehlen. Philosophie des Hirnlosbloggens ist das teilweise. In dem unentdeckten Land des Sozialen kann noch tiefer noch Gold gegraben werden, als Zuckerberg und Google das schon taten. So vernetzen sich die Seitenbetreiber, gründen Facebook-Fan-Pages, twittern oder nutzen andere “Tools” zum Aufbau ihrer Popularität. Dabei entsteht neben Facebook und Google eine weitere Infrastruktur des Netzes. Die Philosophie lautet: “Blogge und werde reich!” Vielleicht sind hierbei nicht die großen Goldbrocken zu entdecken, aber vielleicht, so lautet das Ziel vieler Netz-Entrepreneurs, ein Nugget in Form einer passiven Einkommensquelle. Aus diesem Grund geht der Pioniergeist soweit, dass erstmal jedes Areal abgesteckt und abgegrenzt werden muss. Die Fahndung nach Nischensuchwörtern für Google läuft. Das Areal könnte ja fruchtbares Ackerland bieten, vielleicht Bodenschätze beherbergen oder sogar eine Ölquelle sein. Diese Suchbewegungen von Netzgoldgräber zwingen bereits zur Regulationen, so müssen beispielsweise für das Beantragen einer neuen Domain mit den Folgezeichen wie zum Beispiel “hamburg” Schutzgebühren von bis zu 100.000 Euro erhoben werden. Der Traum ist klar, warum sich im Fluss der Realität die Hände bei der Goldsuche schmutzig machen, wenn die Nuggets in den Internetflatlands verborgen liegen und vom heimischen Computer aus gesucht werden können. Bloggervorbilder werben dabei mit der 4 Stunden-Wochen-Philosophie. Das Ziel: Mit geschickter PR sein Leben bezahlen lassen, indem der Blogger schließlich einfach nur darüber berichtet, wie er Produkte benutzt und frei ist. Wer letztlich die Zeche zahlt ist kein Teil dieser Halbschuhphilosophie.

Geld verdienen mit dem Geldverdienen (Eine philosophische Meditation über die Leere?)

Auf der Suche nach der passenden Hängematte, bieten die Blogger dabei selten Mehrwert. Ohnehin verdienen die meisten Blogs damit Geld, indem sie anderen erklären, wie mit Blogs Geld zu verdienen sei. Peer Wandiger mit selbstständig im Netz ist hier womöglich ein gutes Beispiel. Zu erzählen wie mit Berichten über Geld verdienen, Geld zu verdienen ist, da dreht sich schon manche Gedankenschraube im Hirn. Es ist doch eigentlich schon merkwürdig, wenn ich einen Blog darüber schreiben würde, wie wir philosophieren oder? Den Vorwurf machte schon der Philosoph Hegel an den Philosophen Kant. Wir müssen beginnen. Gut Peer Wandiger verdient. Wenn aber das Geld nur in den Kreisläufen des Sinnlos-Bloggens verbleibt, so hat davon wohl niemand etwas. Aussichtsreich ist das Bloggen daher noch nicht. Bloggerrevolutionen sind das eine, Blogunternehmer, die nur das Bloggen als Bloggen preisen, das andere. Früher – so habe ich mir sagen lassen – ist der Mensch für sein Geld arbeiten gegangen. Heute denkt er nach und glaubt, dass mit genügend Grips die Welt schon für ihn arbeitet. Wenigen ist klar, dass das immer nur für Wenige gelten kann. Sie fragen nicht wer dabei am Ende notwendig der Dumme sein muss.

Das Leben eines Netzphilosophen

Wie sieht aber der Alltag eines Netzphilosophen des Sinnlosbloggens aus, wenn er denn seinen Blog aufbaut, um reich zu werden? Wir fassen mal die wichtigsten Schlagwörter zusammen:

Wenn ein Netzphilosoph Leute auf seinem Blog haben will, dann sagt er nicht etwa Besucher werben, sondern da wird vor allem etwas generiert (dieses Wort ist mittlerweile so populär geworden, dass auch Politiker mit dieser Wortpatronenhülse um sich schießen). Was generiert der Netzphilosoph dabei? Genau, nicht etwa Besucherströme, sondern Traffic. Was der Netzphilosoph dazu tun muss, ist vor allem einerseits “unique Content” zu veröffentlichen, was im Wesentlichen bedeutet, dass er einzigartige Inhalte produziert. Allein in seinem Stübchen Inhalte zu produzieren reicht aber nicht, deswegen muss der Netzphilosoph andererseits seine Seite an die Googlesuche anpassen, auf Bloggish heißt das dann SEO-optimieren, wobei SEO schon Search-Engine-Optimization heißt. Diese aber zu optimieren, ist sicher auch nicht verkehrt, also heißt es seo-optimieren. Zur SEO gehört es auch entsprechende Linkbuilding-Strategien einzusetzen, was bedeutet, dass der Netzphilosoph von anderen Netzphilosophen, die dieselbe Sinnlosigkeit verfolgen, erhöhrt wird und ihn dann mit einem Link würdigen. Geschieht das, erhält der Netzphilosoph sodann einen lieben Backlink. Die Backlinks pushen ihn wiederum bei Google nach oben, was ihm vielleicht mehr Leser verschafft, die dann umgekehrt ein Social Bookmark setzen, was heißt, dass die Nutzer es auf Netzwerken wie Facebook anderen Nutzern empfehlen. Hat der Netzphilosoph schließlich genug Traffic mit solchen Site-Boosts generiert, entschließt er sich endlich seine Seite zu monetarisieren. Das heißt einfach, er will damit Geld verdienen (überraschenderweise hat sich nicht die kürzere Redeweise des Monetisierens durchgesetzt). Verdient er ein bisschen Geld, will der Netzphilosoph im Verhältnis zu den Besuchern immer mehr Geld durch die Besuche. Dies bedeutet dann, er erhöht die Konversionsrate. Schließlich, wenn der Netzphilosoph all diese Dinge erreicht und sein Reich der Leere entfaltet hat, möchte der er den Blog soweit wie möglich outsourcen (billige 400-Euro-Netzphilosophen einstellen) oder aber seinen Blog automatisieren und hier wird es interessant, denn auf einmal entscheidet sich der Netzphilosph, dass das Internet mit seiner Infrastruktur für ihn arbeiten soll. Und hier wird das Ommmmmmm, die Leere, der Netzphilosophen unendlich, denn nun soll das Internet die hohle Phrase der Netzphilosophie  reproduzieren. Wie man mit Bloggen über das Bloggen blogg, wenn man bloggt.

Blogautomatisierung – eine Philosophie für das Hohle

Das Stichwort heißt Blogautomatisierung. Der Blogger will dabei natürlich alle Tätigkeit für seinen Blog auslagern. Den unique Content lässt er dann von billigen Schreiber produzieren, während er das Geld für die Arbeit einnimmt, da er ja die Idee hatte und er schließlich auch das Risiko trage. Ohne den Alpha-Blogger würde es ohnehin diesen Blog nicht geben. Blogautomatisierung heißt aber auch, dass der Blog über bestimmte Werkzeuge im Internet auf allen SocialNetworks ohne viel Arbeit verbreitet wird.

Viele Blogger hoffen insgeheim, dass sich die nächtlichen Stunden vor den Texten auszahlen. Doch hier kommt die Crux: Mittlerweile gibt es Blogs, die vollkommen automatisiert erstellt werden. Dabei wird das Internet durchforscht und auf eigenen Blogs veröffentlicht. Ich hatte in dieser Hinsicht auch schon das Glück, dass ich viele Teile meines Blogs www.entgrenzen.de auf Englisch (mit schlechter Google-Übersetzung) entdecken durfte, ohne dass meine Urheberrechte angegeben worden sind.

Zu welchen Grenzen der Netzphilosophie driften wir also? Die Automatisierung des Internets geht weiter. Wenn Computer uns jetzt schon bei Jeopardy schlagen und schon teilweise generierte Texte im Internet verbreiten, ist folgende Frage nicht mehr ganz so stupide: Wie lange wird es dauern bis Computer Inhalte so schnell und so vielfältig genieren, dass diese damit das Internet dominieren? Nein, das passiert nicht, weil immer noch die Wirklichkeit des Bloggers im Mittelpunkt steht. Dennoch: Wenn wir mal schauen, welche dämlichen Codes wir überall eingeben müssen, nur damit wir einen Kommentar oder ähnliches veröffentlichen können und nicht Spamroboter alles verunübersichtlichen, dann fragt sich einerseits ganz simpel, wie lange wird es dauern bis auch diese Codes geknackt sind und heißt noch mehr: Vielleicht ist die Ausbildung zum Texter aller Art heute schon hoffnungslos veraltet, da Computer in 20 bis 30 Jahren diese Aufgabe ganz übernehmen oder – um näher am Thema zu bleiben – das Internet so automatisiert worden ist, dass wir einfach nur noch in einer Textschwämme den Bezug zu den richtigen Bloggern nicht finden werden. Auch dann mag es andere Lösungen geben, aber die neue Unübersichtlichkeit geht mit dem Bloggen in eine neue Richtung. Was der Philosoph Habermas noch in den 80ern als die neue Unübersichtlichkeit bezeichnete, greift hier wohl erneut.


Der ein oder andere mag mich nun als realitätsfern schimpfen, aber wie auch lange Zeit behauptet worden ist, dass noch keine bedeutende Neuerung in einer Schacheröffnung von einem Computer entdeckt worden ist (was schon lange geschehen ist) und dieses nicht ohne Weiteres möglich sei, so kann jetzt behauptet werden, dass ein automatisiertes Internet nicht möglich sei. Was vielleicht noch wilde Verschwörungstheorie ist, muss aber nicht abwegig sein. Ich rede von Maschinen, die kreative Jobs  übernehmen. Nein, ich mahne nicht weltfremd davor, aber die Wünsche der Blogger, die gerne alles automatisieren deuten dort hin und die ersten Automatikblogs drängen schon in diese merkwürdige Richtung. Unique Content ist vielleicht bald der tippende Affe (Computer) auf einer Schreibmaschine, der auch mal hin und wieder einen Shakespeare erwischt.

Norman Schultz

Schallmauern (Grenzen) in der Musik – Speedmetal to your Limits

2. August 2011
Red Rule

Wo liegen die Grenzen der Musik? Foto: eriwst

Die Grenzen der Musik meinen viele schnell mit Geschwindigkeit zu durchbrechen. Die Musiker, die nicht so schnell spielen können, halten davon natürlich umgekehrt nichts. Ich lasse mich auch gern von Geschwindigkeit faszinieren, sehe es aber eher selbst eigenständige Disziplin. Was hier die Grenzen in der Musik meines Erachtens sind, möchte ich darstellen.

Der Film “Shine – Der Weg ans Licht”

In diesem Film geht es um das musikalische Talent David Helfgott, der unter dem übertriebenen Ehrgeiz seines Vater (Oscarnominierung für Armin Müller-Stahl) eine schwere Persönlichkeitsstörung entwickelt und erst im späten Alter ein Comeback als Musiker erlebt. Der Film greift diese biografischen Fixpunkte auf und wandelt diese zu einer Geniegeschichte.

Im Film steht ein technisch anspruchsvolles Stück von Rachmaninov, das dritte Klavierkonzert, im Mittelpunkt. Aber auch dem Hummelflug kommt als besonders kurzem, aber schnellem Stück Bedeutung zu. Es ist keineswegs unmöglich zu spielen, aber den nicht versierten Musikfreund fasziniert schnell die Geschwindigkeit.

Ein sehr guter Film über den Weg eines verkannten Genies. Wer allerdings David Helfgott einmal auf Aufnahmen gehört hat, der kennt das Problem des Films: Die Frage, ob David Helfgott ein Genie ist oder nicht. Aber das soll hier nicht Thema sein, denn es geht nicht um Genies, sondern um das, was uns schnell und atemberaubend fasziniert: Geschwindigkeit. Wie schnell kann denn überhaupt das zugegeben technisch nicht so schwer zu beherrschende Stück akkurat gespielt werden. Hier der Weltrekord vom Metalchampion persönlich. Damit durchbricht er wirklich eine Grenze der Musik:

Wer schonmal seinen Kopf bei cica 160 km/h aus einem Autofenster gehalten hat, dem dürfte der letzte Sound sehr bekannt vorkommen. Im Grunde genommen besteht die Darbietung aus nur noch einem Ton (bzw. einem Tönen)… Eins und ja… das war’s… Jeder Hummel dürfte es bei der Geschwindigkeit die Flügel in Fetzen reißen.
Die Geschwindigkeitsgrenze ist hier wohl als Schallmauer etabliert. So stellt der User “BlackListHK” deswegen auch fest:

“if you guys want to become fast like him, check it out his middle finger when he playing.”

Wie sollte wir es anders sagen: Der Mittelfinger zeigt die unüberbietbare Geschwindigkeit an. Es heißt, erst an den Instrumenten der Musik können wir erkennen, dass eben aus der tierischen Pranke, Pfote oder Klaue von einst, so etwas wie eine Hand werden konnte. Die hier auf wohlgemerkt künstlerische Weise den Mittelfinger ausfährt.  Tatsächlich dachte ich viel zu häufig, wenn ich mir einige Straßenexemplare unserer Gattung angeschaut habe, dass wir nur Affen wären, die ihren Daumen nach innen bewegen könnten. Das Gefühl hat mich auch dann nicht verlassen wenn ich Bands wie Man-o-War sah (live- yeah). Aber gut wer hätte gegen diese Testosteronshow auch etwas einzuwenden (außer vielleich Alice Schwarzer). Das einzig paradoxe an Man-o-War aber ist (die ja nach eigener Aussage schnellste und lauteste Band der Welt), dass sie mit ihren Geschwindigkeitsrekorden in irgendeinerweise ironisch sein wollen (also jedenfalls weiß niemand, ob er sie ernst nehmen soll). Das einzig ironische daran aber ist wahrscheinlich, dass Man-o-War nicht ironisch sind. Hinsichtlich unserer technischen Begabungen aber bringt der User “kmal2t” die Essenz und Konsequenz der Leistung von dellavega, unserem Metalchampion, auf den Punkt:

“that was motherfucking disturbing at 320 bps…I think we’ve now found out what the limits to guitar wanking are…now that we’ve reached that wall can we get back to having guitar be enjoyable instead of a dick measuring contest?”

Nachdem also diese Grenzen der Geschwindigkeit ausgelotet worden sind, können wir uns nun endlich wieder der Frage der Musikalität zuwenden (und nicht unbedingt Man-o-War), die ja oftmals in jugendlicher Bewunderung des Menschenmöglichen auf der Strecke bleibt.

Es gab übrigens schon ein ähnliches Beispiel in der Musik, als Sviatoslav Richter die Geschwindigkeitssucht seiner Kollegen mit seiner Interpretation der 4. Chopin Etüde (op.10) besiegte und gleichzeitig widerlegte.


In knapp eineinhalb Minuten entspricht das zwar nur einer Schlagfrequenz von 216 Beats per Minute, aber auch Kissin hat das Stück mit nur 185 bpm nicht schneller gespielt:


Persönlich halte ich eine Geschwindigkeit von 150-180 bpm für angemessen. Untere Geschwindigkeiten entwickeln für das Stück nicht die angemessene Gewalttätigkeit, die im Übrigen auch von kaum einer Aufnahme im Internet eingefangen wird. Hier muss einer tatsächlich die Meister noch einmal selbst hören, um zu wissen, was bei dem Stück “live” für unglaubliche Wellen auf den Körper treffen. Eine höhere Geschwindigkeit aber zählt wohl eher zum erwähnten Dick-measuring-contest.

Soviel zu den Grenzen der Musik an dieser Stelle, wobei ich gespannt bin, ob diese Geschwindigkeitsschallmauer nochmal ausgereizt wird. Bitte kommentiert kräftig oder abonniert den Blog, besonders wenn ihr mehr über solche und ähnliche Grenzphänomene erfahren wollt. Bitte schickt mir Videos dazu oder gebt mir Tipps für weitere Themen. Fibonaccie.

Abschließend noch eine meiner Meinung wirklich gute Interpretation vom Hummelflug am Klavier:

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